Änderung der /etc/hosts Datei ohne Neustart (MacOS)

Ändern der /etc/hosts auf MacOS ohne Neustart. So geht's!

Üblicherweise ist nach Änderung der /etc/hosts Datei ein Neustart des Systems erforderlich. Unter MacOS geht es allerdings auch ohne einen Reboot.

Nach dem Editieren der Hosts-Datei, im Terminal bspw. via “sudo vi /etc/hosts” (Befehlshilfe zum vi im Artikel vi geht das?), den Cache mit dem Befehl

sudo /usr/bin/dscacheutil -flushcache

flushen. Damit werden die Änderungen an der /etc/hosts ohne Neustart des Rechners sofort wirksam.

vi geht das? Die wirklich nützlichen Kommandos für den Editor vi

Kurzer Überblick nützlicher Kommandos für den Editor vi.

The Feeble Emacs Uservi ist ein seitenorientierter Texteditor, den es auf praktisch jedem *nix-basierten System gibt. Seine Bedienung war schon immer kryptisch und ist aus heutiger Sicht, mit den Annehmlichkeiten grafischer Benutzeroberflächen und Maussteuerung, geradezu als barbarisch zu betrachten. Ungeachtet dessen gibt es Situationen, in denen es äußert hilfreich ist den vi – zumindest rudimentär – bedienen zu können.

Dabei glänzt der Editor, trotz seines Alters, mit einer erstaunlichen Funktionsfülle, die sich aber nur entfalten kann, wenn man die zahllosen Kommandos und Tastenkombinationen kennt. Zwar gibt es zum vi endlos viele Einführungen, Tutorials, Referenzen und Kommandoübersichten im Netz, aber gerade die letztgenannten Zusammenfassungen versuchen häufiger durch Menge, denn durch eine Zusammenstellung der wirklich nützlichen Kommandos zu glänzen. Vor diesem Hintergrund gibt es hier die geschätzt 5.009.536te Kommandotabelle mit den wirklich 😉 nützlichen Befehlen für den vi.

KommandoErklärung
iWechsel in Editiermodus
ESCWechsel in Navigationsmodus
ggDateibeginn
GDateiende; nnG springt zu Zeile nn
Ctrl+feine Bildschirmseite vor
Ctrl+beine Bildschirmseite zurück
wein Wort vorwärts
bein Wort rückwärts
0Zeilenanfang
$Zeilenende
dwlöscht ab Cursor bis Wortende
d0löscht bis Zeilenanfang
Dlöscht bis Zeilenende
ddaktuelle Zeile löschen; NNdd löscht NN Zeilen
dgglöscht aktuelle Zeile bis Dateianfang
dGlöscht aktuelle Zeile bis Dateiende
mxmarkiert aktuelle Zeile mit Buchstabe x
d’xlöscht aktuelle Zeile bis Markierung x
yykopiert aktuelle Zeile in Puffer; NNyy kopiert NN Zeilen
y’xkopiert aktuelle Zeile bis Markierung x in Zwischenablage x
xspringt in die Zeile mit Marke x
`xspringt an die Stelle mit Marke x
pkopiert Pufferinhalt ans Ende der aktuellen Zeile
azZwischenablage az für nächste Aktion auswählen
uUndo; NNu macht die letzten NN Aktionen rückgängig
$Zeilenende
/regexsucht nach regulärem Ausdruck regex; weitere Treffer mit n
?regexwie /, sucht aber in Richtung Dateianfang
:s/foo/bar/aktuelle Zeile: das erste Vorkommen von foo durch bar ersetzen
:s/foo/bar/gaktuelle Zeile: alle Vorkommen von foo durch bar ersetzen
:%s/foo/bar/gesamte Datei: das erste Vorkommen von foo durch bar in jeder Zeile ersetzen
:%s/foo/bar/ggesamte Datei: alle Vorkommen von foo durch bar ersetzen
:wDatei speichern
:w filenameDatei unter filename speichern
:e filenameDatei filename laden
:qvi beenden; :q! beendet ohne Rückfrage, falls Datei geändert wurde
ZZÄnderungen schreiben und vi beenden; Abk. für :wq!

A better way of entering dates in web forms

Entering dates in web forms is ... painful. We show an interesting approach how the form elements could be redesigned for a better user experience.

The currently used methods for entering dates in web formulars are awkward. After discussing some of the shortcomings and limitations of the currently used methods, we will propose a better way of entering dates in web formulars.

Drop-Down ListNowadays, we usually encounter either drop down lists or calendars or a combination of the two. Short drop down lists are easily handled. But if they get longer, reaching their bottom-most entries is getting cumbersome. A typical drop down list to enter the day of a date has 31 entries. If you, e.g., want to enter the 29th, you have to move the mouse a pretty long way down the screen to finally arrive at number 29. This takes an awful lot of time. Sometimes, you even have to use the scrollbar inside of a drop down list! (Think of a list of countries.)

CalendarCalendars seem to be a better choice but suffer from one major drawback: Each calendar has to start on a specific date. If you stay in the same month and year you can finish your task quite fast. But if you have to choose a different month or year, you usually end up with multiple clicks of some kind of forward/backward buttons. This is time-consuming and not user friendly.

Bearing Fitts’s and Hick’s Law in mind, we present an alternative approach to entering dates, or any data in general, in web formulars esp. if you are dealing with long lists of values. Our solution uses the standard drop down list formular elements as a mnemonic anchor for the user but extends their functionality in such a way, that input of data with the mouse is easier than with the default elements. There is no change in behaviour for keyboard users.

Take a look at the following mockup showing an example for a typical web formular that requests personal data. Besides input fields for the first and last name, street, ZIP etc. we have three drop down lists for the birthday (“Geburtsdatum”).

The standard behaviour of these web formular elements is clear. Without any changes a click on the day drop down list would show all days from one to 31 with only minor differences in appearance and behaviour depending on the browser used.

Our proposal for a better way of entering dates uses Javascript and Layers/CSS to alter the default behaviour of the drop down lists. Upon activating the, e.g., drop down list for the day of birth using the mouse, a semicircle showing the numbers 1 to 12 springs into existence on the right hand side of the drop down element as shown in the following picture.

This way, all the numbers from 1 to 12 can be reached with the same amount of time using the mouse, i.e., all numbers have the same distance to the drop down list’s button element (i.e. the triangle) conserving mouse movement. Either the fast forward symbol left to number 12 ist used to scroll to the following numbers 13, 14 etc. Or you can use, even more conveniently, the scroll wheel of your mouse. As soon as number 1 scrolls “out” of the semicircle a fast backward symbol is shown at the top of the semicircle. Usability regarding scrolling heavily depends on the scroll speed. This is still subject to testing. A full 360° circle showing all numbers from 1 to 31 would be perfect, but either the circle is getting to big or the numbers are getting too small for the Art Directors to be happy. 😉

No voodoo how the month…

…and year will look like.

We are still optimizing the user experience. First tests indicate a notable improvement in the time used to enter dates in web formulars using the described semicircle-approach. As soon as the tests and optimizations have been finalized, we will show examples so you can try it out for yourself.

C64 Klingeltöne für’s iPhone

Fetzige C64 Klingeltöne für's iPhone aufbereitet. Gibt's hier bei uns als Direkt-Download.

Bruce Lee, C64 Wer mit dem C64 groß geworden ist, der erinnert sich vielleicht noch an Spieleklassiker wie Gobots, den Joystick-Killer Summergames, Delta oder gar Bruce Lee. Mit Stand 24.12.2009 finden sich mittlerweile unglaubliche 37.801 Commodore 64 Musikstücke in der High Voltage SID Collection. Das ist eher nichts für Dolby Digital, DTS, 9.1 Surround Sound verwöhnte Ohren, aber zum Schwelgen in Erinnerungen an “die gute alte 64er Zeit” reicht es allemahl.

Und wer meint, daß in der historischen Abfolge von ein- zu mehrstimmig piepsenden, dann polyphonen und schließlich wohlklingenden mp3 Klingeltönen, die Zeit überreif für dreistimmige Retro SID Sounds sei, dem kann geholfen werden! In Ergänzung der bei superlevel.de zu findenden C64 Klingeltöne fürs (sic!) iPhone, gibt’s hier noch mehr C64 Klassiker im iPhone-tauglichen m4r-Format (AAC).

Wir starten mit einer Auswahl an Stücken von Chris Hülsbeck, der 1986 mit seinem nach wie vor höhrenswerten Song “Shades” den Musikwettbewerb der damaligen C64-Bibel “64’er” gewann, und seither einer der erfolgreichsten Sound- und Musikproduzenten im Computerspielebereich ist.

iPhone Klingelton (~30 Sek.)mp3-Datei (ungekürzt)
Giana Sisters (631 kB)GianaSisters-TimeWarp1987.mp3 (3,5 MB)
Dulcedo Cogitationis (602 kB)DulcedoCogitationis-1987.mp3 (8,2 MB)
Shades (606 kB)Shades-Markt&Technik1986.mp3 (7,2 MB)
Experiment (872 kB)Experiment-1986.mp3 (737 kB)
Jinks (926 kB)Jinks-RainbowArts1987.mp3 (766 kB)
Antics (565 kB)Antics-TimeWarp1987.mp3 (6,6 MB)
Compilation I (623 kB)CompilationI-Audios1989.mp3 (4,3 MB)
Gem X (602 kB)GemX-KaikoDemonware1991.mp3 (3,4 MB)

Und dann war da noch Rob Hubbard, der uns unvergessliche Sounds für International Karate, Commando, Monty on the Run oder auch Thing on a Spring komponierte. Eines der damaligen Top Spiele, bei denen mindestens ein Quickshot Turbo dran glauben musste, war “Delta”, zu dessen Musik sich Hubbard lt. Wikipedia durch das “Pink Floyd album The Dark Side of the Moon and Philip Glass’ music for Koyaanisqatsi” inspirieren liess. Die bekannten Glass’schen repetetiven Muster finden sich bspw. im unten gelisteten 11-Minuten-Stück(!) “Delta1” wieder, das während der Spielsequenzen im Hintergrund läuft.

Apropos Quickshot Turbo: Viel bekannter und wahrscheinlich auch beliebter war ja der Competition Pro. Ein nahezu unkaputtbarer Klassiker von einem Spielknüppel, den es mittlerweile von Speed-Link in einer Retro-Neuauflage mit USB-Anschluß für den PC gibt (bspw. bei Amazon, siehe rechts). Mitgeliefert wird noch eine umfangreiche Spielesammlung nebst C64 Emulator, damit man mit dem Competition Pro am PC nicht auf dem Trockenen sitzt. Der Joystick hat sicher nicht die Qualität des “alten” Competition Pro, aber für vergleichsweise günstige 15,- € holt man sich den alten C64-Charme direkt auf seinen PC.

iPhone Klingelton (~30 Sek.)mp3-Datei (ungekürzt)
Delta 1 (569 kB)Delta1-Thalamus1987.mp3 (16,4 MB)
Delta 7 (119 kB)Delta7-Thalamus1987.mp3 (143 kB)
Delta 11 (287 kB)Delta11-Thalamus1987.mp3 (324 kB)
Delta 12 (Title) (655 kB)Delta12-Thalamus1987.mp3 (2,1 MB)
Arcade Classics (606 kB)ArcadeClassics-Firebird1987.mp3 (9,4 MB)
Commando (758 kB)Commando-Elite1985.mp3 (5,7 MB)
The Last V8 (758 kB)TheLastV8-Mastertronic1985.mp3 (3,3 MB)
Sanxion (758 kB)Sanxion-Thalamus1986.mp3 (8 MB)
International Karate (758 kB)InternationalKarate-…1986.mp3 (15,5 MB)
Auf Wiedersehen Monty (758 kB)AufWiedersehenMonty-…1987.mp3 (8,8 MB)
Monty On The Run (782 kB)MontyOnTheRun-1985.mp3 (8,4 MB)

Datasoft hat 1983 dem zu diesem Zeitpunkt seit zehn Jahren verstorbenen Gott der Kampfkünste, gemeint ist Bruce Lee, ein Denkmal mit dem gleichnamigen Spiel auf dem C64 gesetzt. Im folgenden, neben Bruce Lee, einige weitere bekannte Titel als iPhone Klingelton und ungekürzte mp3-Datei.

iPhone Klingelton (~30 Sek.)mp3-Datei (ungekürzt)
Yie Ar Kung Fu (758 kB)YieArKungFu-Imagine1985.mp3 (13 MB)
Game Over (758 kB)GameOver-Imagine1987.mp3 (7,4 MB)
Arkanoid (758 kB)Arkanoid-Imagine1987.mp3 (3,3 MB)
Jumpman Jr. (115 kB)JumpmanJr-Epyx1983.mp3 (319 kB)
Ghostbusters (758 kB)Ghostbusters-Activision1984.mp3 (5,7 MB)
G.I. Joe (397 kB)GIJoe-Epxy1985.mp3 (340 kB)
Boulder Dash (467 kB)BoulderDash-1stStarSW1984.mp3 (414 kB)
Beach Head II (758 kB)BeachHeadII-AccessSW1985.mp3 (893 kB)
Infernal Runner (758 kB)InfernalRunner-Loriciel1985.mp3 (918 kB)
Bruce Lee (193 kB)BruceLee-Datasoft1983.mp3 (549 kB)
BMX Simulator (782 kB)BMXSimulator-Codemasters1986.mp3 (1,1 MB)
David Music Demo #2 (782 kB)MusicDemo#2-…1985-86.mp3 (1 MB)
Gobots (782 kB)Gobots-Ariolasoft1987.mp3 (4,9 MB)
Rambo II (758 kB)RamboII-Ocean1986.mp3 (5,1 MB)

Weiterführende Informationen: Die weiter oben bereits erwähnten C64 Klingeltöne fürs (sic!) iPhone von Daniel gehosted bei superlevel.de. Eine Beschreibung, wie aus den C64 SIDs Klingeltöne für das iPhone produziert werden können. Die wahrscheinlich vollständigste Sammlung an C64 Klingeltönen als mp3-Dateien, die von Stone Oakvalley mit Original-64ern aufgenommen wurden gibt es in Stone Oakvalley’s Authentic SID Collection. Noch einmal etwa 400 mp3s, die durch Verwendung einer HardSID-Karte ebenfalls sehr authentisch klingen dürften im SID 6581/8580 Recordings Archive. Und die Homepage der High Voltage SID Collection mit der, Stand 03.05.2010, unglaublichen Menge von 37801 SIDs.

Vier Wege, um das MacOS Dock neu zu starten

Wenn das Dock von MacOS einfriert, hilft ein Reboot. Vier Methoden, wie es auch ohne Neustart klappt!

In sehr seltenen Fällen friert das Dock unter MacOS X ein. Fensterwechsel über Cmd+Tab oder der Start von Applikationen aus dem Dock heraus sind dann nicht mehr möglich. Die Handlungsalternativen in diesem Fall sind entweder Reboot des Rechners oder ein minimalinvasiver Neustart des Docks. Hier werden vier Wege für die letztgenannte Variante beschrieben.

  1. via Terminal per killall
    Das Terminal aus Applications » Utilities starten und dort
    killall Dock
    eingeben.
  2. via Terminal per kill
    Terminal aus Applications » Utilities starten. Dort
    ps aux | grep "Dock"
    eingeben. Die Zeile mit Aufbau
    [username] [PROCESS-ID] ... /System/.../Dock -psn_0_2253350
    suchen und mit
    kill -9 [PROCESS-ID]
    den Dock-Prozess beenden.
  3. via Acitivity Monitor
    Den Activity Monitor (dt. Aktivitätsanzeige) aus Applications » Utilities starten. Zeile anklicken, die “Dock” als Prozessnamen enthält, und Button “Quit Process” (oben links; dt. Prozess beenden) drücken.
  4. via AppleScript
    Den Script Editor aus Applications » AppleScript starten und die Befehlszeile quit application "Dock" eingeben. Klick auf den “Run”-Button führt zum gewünschten Ergebnis. Alternativ lässt sich das AppleScript-Kommando auch direkt in einem Terminal-Fenster ausführen. Mit der Befehlszeile
    osascript -e "quit application \"Dock\""
    wird dasselbe Ergebnis ohne Umweg über den Script Editor erzielt.

Am einfachsten erscheint die killall-Variante. Ungeachtet der persönlichen Präferenz wird in allen Fällen das Dock beendet und automatisch neu gestartet.

Pimp my Rock Band Drums Pt. 2 – Schalldämmung

Das Spielzeug Drum-Set "Rock Band Drums" für das gleichnamige Spiel machen einen Höllenlärm. Hier eine Anleitung, wie dem Schall beizukommen ist.

Mein lieber Kokoschinski! Die RB2-Spielzeugdrums machen wirklich einen Höllenlärm! Beim Rummtrommeln auf den Spielzeug-Pads leuchtet permanent ein neonroter Rock Band Drums “Einfach zu laut für die Wohnung!” Werbestörer im Hinterkopf. Wie im thematisch vorangeganenen Post zur Erhöhung der Anschlagempfindlichkeit der Drums bereits wortreich beschrieben, ist das Plastik-Tock-Tock-Tock gepaart mit dem Gequietsche des Plastik-Pedals nur bedingt zu ertragen. Mit entsprechenden Gegenschallmaßnahmen wird’s ab einer bestimmten Sonezahl zwar für den Spieler erträglich, für die Nachbarn aber nicht. Ganz im Gegenteil.

Also zünden wir Stufe Zwei der Pimp my Rock Band Drums Rakete: Es müssen Schallschutzmaßnahmen für die Drum-Pads her! Auch hier liefert die obligatorische Internet-Recherche eine große Kreativbandbreite vom eher albern wirkenden Bespannen mit Handtüchern oder Socken bis hin zu allen Arten von Gummibeklebungen. Letztgenannter Ansatz klingt vielversprechend, allerdings gibt es einen erstaunlichen Variantenreichtum an Gummi(ab)arten, die für eine Beklebung in Frage kommen könnten: Neben Moosgummi (häufig für Maus-Pads verwendet) finden sich viele Kautschuk-Spielarten, bspw. EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk) oder PUR (Polyester-Urethan-Kautschuk). Kernfrage: Welches Material liefert die beste Schalldämmung unter Beibehalt der größtmöglichen Anschlagsempfindlichkeit?

Wie es der Zufall will, landeten beim jüngsten Ikea-Besuch vier runde Mousepads Typ LÅGIS in der kaufstimulierenden gelben Riesentasche. Leider mit zu großem Durchmesser, so daß sie nicht direkt auf die Drum-Pads geklebt werden können. Ideal ist ein Durchmesser von 17,1 cm, dann bleiben die Farbringe am äußeren Rand der Pads sichtbar. In Ermangelung eines Kreisschneiders – die Dinger sind gar nicht so billig und in der Regel auch eher für das Schneiden dünner Materialien ausgelegt – findet sich die Schwester einer Freundin einer Arbeitskollegin…naja, also jemand, der aus den 19 cm Mousepads wunderschöne 17 cm Mousepads zaubert. Diese 5 mm dicken Mouse-Pads aus Moosgummi sollen also mein erster Wurf im Kampf gegen den Anschlaglärm werden. Alternativ, oder ggf. sogar zusätzlich, steht bereits eine Bahn 3 mm starken PURs bereit, aus der sich bei Bedarf vier hübsche PUR-Pad-Silencer basteln lassen.

Es stellt sich noch die Frage, mit welchem Mittel die Pad-Silencer auf die Pads geklebt werden. Zum einen sollen die Belage dauerhaft halten, zum anderen aber bei Bedarf auch wieder – möglichst rückstandsfrei – entfernt werden können. Lösemittelhaltige Kleber kommen nicht in Frage, da bei der zu klebenden Gummi-/Plastik-Kombination Materialanlösung droht. Die Wahl fällt daher auf simples Teppichklebeband mit Gewebenetz; lt. Klappentext rückstandsfrei zu entfernen.

Da sich doch noch ein Kreisschneider Mousepad/PUR Silencer (Marke NT Cutter C-1500P, rechts im Bild zu sehen) auftreiben liess, besteht also der erste Testwurf aus einem 5mm Mousepad Silencer und einem 3mm PUR Silencer. Jeweils drei Klebestreifen, im unteren Bild am Beispiel des PUR Silencers zu sehen, werden die Schalldämmer auf den Pads fixieren. Die schlechte Nachricht zuerst: Zwar bieten die Mousepad Silencer eine hervorragende Schalldämmung, trüben jedoch ganz erheblich den Spielspaß, da sie die Drum Pads extrem unempfindlich gegen Schlageinwirkungen machen. Nur mit brachialer Gewalt lassen sich ein paar PUR Silencer mit Klebestreifen Noten in Folge spielen – die Dinger sind mit 5mm schlichtweg zu dick. Der PUR Silencer dämmt die Geräuschkulisse zwar weniger gut als der Mousepad Silencer, allerdings wird auch hier die Anschlagempfindlichkeit der Pads spürbar reduziert. Das führt unweigerlich zu ausgelassenen Noten und damit getrübtem Spielspaß. Jetzt die gute Nachricht: Beide Silencer lassen sich nach dem Test rückstandsfrei vom Drum Pad entfernen.

Wahrscheinlich wären 2mm PUR Silencer ideal, aber mangels Verfügbarkeit des entsprechenden Rohmaterials wird eine andere Lösung benötigt. Im nächsten Versuch kommen 2mm starke Filzplatten aus der Bastelabteilung zum Einsatz. Die sind nicht nur ausgesprochen günstig zu erstehen sondern mit dem Kreisschneider auch, im Vergleich zum PUR-Material, recht leicht in die passende Rundform zu schneiden. Erfreulicherweise leisten diese Filz Silencer das Gewünschte: Sie reduzieren das Plastik-Tock-Tock auf ein erträgliches Maß und vermindern dabei die Anschlagempfindlichkeit so gering, daß es beim Spielen nicht negativ auffällt. Ein Wermutstropfen bleibt allerdings: Der Filzbelag wird im Laufe der Zeit “plattgeklopft” und an den niedergeknüppelten Stellen ist die Geräuschentwicklung deutlich höher, als an den weniger beanspruchten.

Zum weiterführenden Lesen sei abschließend der Artikel “Rock Band”-Mods (2): Schlagzeug leiser machen mit weiteren Tips, bspw. auch für die Drum-Sticks, rund um das Thema Schalldämmung empfohlen.

Pimp my Rock Band Drums – Anschlagempfindlichkeit erhöhen

Die zum XBox Spiel "Rock Band" passenden Rock Band Drums sind laut und haben eine teilweise zu geringe Anschlagempfindlichkeit. Das werden wir ändern!

Ohne auch nur ansatzweise Werbung für das XBox360-Spiel Rock Band 2 (kurz RB2) machen zu wollen: Es ist grandios! 🙂 Über Microsofts Online Dienst XBox Live können vier Rockstars in RB2 miteinander spielen: Gitarrist, Bassist, Schlagzeuger und Sänger. Alternativ und wechselweise auch auf “-in” endend.
   Dem Schlagzeuger stehen, Stand heute, zwei Drum-Sets Rock Band Drums für das heimische Wohnzimmer zur Auswahl: Zum einen die vergleichsweise günstigen Rock Band Drums, bspw. für um die 50 € bei Amazon zu erstehen. Die Rock Band Drums sind für diesen Preis erstaunlich wertiger, als der Preis vermuten lässt. Allerdings gibt es zwei nicht ganz unerhebliche Nachteile:

  1. Zum einen sind die Dinger beim Anschlag laut. Sehr laut. Während des Spielens kann man sich an einem unüberhörbaren Plastik-Tock-Tock-Tock erfreuen, wenn der Holz-Drum-Stick auf dem Pad landet. Das dürfte bereits den meisten Nachbarn den Garaus machen. Weil’s auf die Dauer wirklich nervt, hilft nur maximaler Schalldruck (PMPO – Prae Mortem Power Output) aus den Lautsprechern, um das Tock-Tock zu übertönen. Und spätestens mit dieser Maßnahme dürfte die Belastungsgrenze der meisten Durchschnittsanrainer schnell erreicht sein.
  2. Zum anderen wäre es wünschenswert, wenn die Drums empfindlicher auf den Anschlag reagieren würden. Zwar genügen in der Regel schon leichte Treffer mit dem Drumstick, um der entsprechenden Trommel einen Ton zu entlocken. Aber im Eifer des Spielgefechts kommt es immer wieder einmal vor, daß “Noten” verloren gehen, obwohl die Büchsen korrekt und zur rechten Zeit getroffen wurden.

Eine Internetrecherche offenbart schnell, daß das Problem bekannt ist. Vom Hersteller der Drums wurden zwei Versionen produziert: QM und EL. Die QM ist vornehmlich im amerikanischen Raum vertrieben worden während die EL ihren Weg nach Europa fand. Die beiden Arten lassen sich an der Unterseite der Trommeln voneinander unterscheiden. Die EL-Version hat vier Befestigungsgummis für die Deckplatte, die QM-Version nur drei. Wer die QM sein Eigen nennt, wird tlw. Probleme mit einer zu hohen Anschlagsempfindlichkeit haben. Hier gibt es zahllose Modifikationen mit Socken (sic!) und anderen obskuren Methoden, um die Empfindlichkeit herabzusetzen.
   Interessanterweise verhält es sich mit der EL also genau umgekehrt – die Anschlagempfindlichkeit ist, wie oben bereits beschrieben, tlw. zu niedrig. Aber auch hier haben findige Tüftler Modifikationen ersonnen. Sehr beliebt ist bspw. der “Coin Mod”, der relativ einfach umzusetzen ist und tatsächlich funktioniert!
   Allerdings soll hier den zahllosen und tlw. bebilderten “Coin Mod”-Schritt-für-Schritt-Anleitungen keine Weitere hinzugefügt werden. Stattdessen beschränke ich mich auf einige Anmerkungen zum Rock Band drums coin mod, der dortens gut nachvollziehbar beschrieben wurde.

  • Welche Version der Drums habe ich? Gut an der Unterseite der äußeren Drums zu erkennen. Bei der EL-Version sind vier Befestigungsgummis der Deckplatte auf der Unterseite zu sehen, bei der QM-Version nur drei.
  • Wie öffne ich die Pads? Hier müssen Gewalt und Fingerspitzengefühl in ein symbiotisches Gleichgewicht gebracht werden. Will heißen: Zu wenig Zugkfraft, und die Gumminuppel rutschen nicht aus ihren Löchern. Zu viel, und man läuft Gefahr, daß die Kabel abreißen. Bei den äußeren Pads hilft es ungemein, von der Unterseite der Pads gegen die Gumminuppel zu drücken. Die Nuppel der mittleren Pads sind geschmiert und sollten daher etwas leichter nachgeben.
  • Die 5ct.-Münze war für meine Sensoren etwas zu groß und passte nicht so wunderbar, wie in der Anleitung beschrieben. Habe daher auf die 1ct.-Münze eine 2ct.-Münze gelegt. Da merkt man auch gleich, wie selten 2ct.-Münzen sind. 😉 Der Tip, die Unterseite der 2ct.-Münze mit Panzerband abzukleben sollte beherzigt werden. Sonst rappelt’s im Karton.

Abschließend noch ein Wort zum erwähnten Time-Lag: Selbstverständlich wollte ich RB2 in Dolby Digital genießen! Hatte dann jedoch mit einem erheblichen Time-Lag zu kämpfen, der das Spielen unmöglich machte. Mit den Synchronisationseinstellungen im Spiel war das Problem überhaupt nicht zufriedenstellend in den Griff zu bekommen. Erst die Rückstellung auf schnöden Stereoton hat wieder zu einem Drum-Erlebnis ohne Time-Lag geführt. Have fun!

MacOS: Finder mit bestimmtem Ordner starten

Eine Lösung, um bei MacOS auf Tastendruck den Finder zu starten und direkt ein bestimmtest Verzeichnis zu öffnen.

MacOS bringt von Haus aus verschiedene Shortcuts mit, um in einem geöffneten Finder-Fenster bspw. das Home- (Shift+Cmd+H) oder Applications- (Shift+Cmd+A) Verzeichnis zu öffnen. Das ist ganz nett, setzt aber einen bereits geöffneten Finder voraus und beschränkt sich auf die von Apple vorgegebenen Ziele.
   Gesucht wird eine flexiblere Lösung, die auf Knopfdruck den Finder mit einem bestimmten, zuvor benannten Verzeichnis öffnet. Eine Lösung ist auf Basis des Tools Butler möglich. Dabei wird Butlers Funktion zum Ausführen eines per Hotkey aktivierten AppleScripts verwendet:

  1. Im Customize-Menu ein neues SmartItem/AppleScript als Hidden-Element anlegen.
  2. Im Source Code-Bereich dieses Elements das nachstehende Skript einfügen. Dabei ist <username> durch den eigenen Usernamen zu ersetzen.
    Das Skript öffnet den Downloads-Ordner in einem neuen Finder-Fenster, stellt im Anschluß die Ansicht auf Listendarstellung um und platziert das Fenster an der (x, y)-Koordinate (150, 64) mit Breite 1000px und Höhe 540px.
  3. Abschließend unter Triggers einen Hotkey wählen, bspw. Shift+Cmd+D.

Ähnlich einfach können Dateien per Shortcut geöffnet werden. Ein Einzeiler genügt, um bspw. eine Datei “Daten.ods” mit NeoOffice zu bearbeiten:

Mach’ dich zum Horst!

Mit yearbookyourself mal schauen, wie man in den 50er, 60er, 70er etc. Jahren (vielleicht) ausgesehen hätte. Lostisch!

[Update 29.04.2018] Den Service gibt es leider nicht mehr.

So ein Blogger-Chieftain, der muß sich auch mal zum Horst machen können. Ganz im Stile des Preisaushangs eines damals von mir heißgeliebten Fladenbrotbereiters: “1 x Döner Kebab. 5 DM. Bitte schön!” Mit yearbookyourself.com ward das Horst’sche Ziel schnell erreicht. (Zum Vergrößern, klicken.)

1952195619601970
1974197619801984
1986198819941996

So stellt er sich also dar, der Dude im Wandel der Zeit. 😉

Pablo hat’ä mir eine Dip gegeben!

Meine Diplomarbeit. Für die Welt. Es gab mal eine Version mit binären Seitenzahlen, die ist aber in den Jahren präservativen Umkopierens verloren gegangen.

Am Ende dieses Posts stelle ich der Allgemeinheit, nicht nur selbstlos sondern vor allem auch entgeltfrei, meine Diplomarbeit zur Verfügung. Ein unvergleichlicher Akt von basedowschem Philanthropismus, dessen Inhaltsleere just in dem Moment immanent wird, da das Wissen um die ohnehin (entgelt)freie Verfügbarkeit dieser Art von wissenschaftlichen Veröffentlichungen im Erkenntnisraum des geneigten Lesers auftaucht. Zur Vorgeschichte…
   Während eines kollegialen Austauschs über Werdegang, Studium & Co. wird den Beteiligten bewußt, daß ihre Diplomarbeiten zwar im Datenbunker der eigenen Festplatte gehortet werden, sich aber eines schnellen virtuellen Blätterzugriffes entziehen, da sie allesamt im LaTeX-Format auf ihr digitales Dahinscheiden warten. Auch ein möglicherweise vorhandenes Postscript-Exemplar ist nur noch bedingt hilfreich, hat sich doch das PDF-Format – einer globalen Pandemie gleich – ausgebreitet hat. Damit ist der Auftrag schnell formuliert: Die Dip muß her, und zwar im PDF-Format!
   Nach kurzer Recherche ist eine passende TeX-Distribution für den Mac namens MacTeX gefunden. Nach dem Download läppischer 744,5 MB (sic!) und Installation der entpackten 1,6 GB (doppel-sic!) darf endlich wieder in der Konsole nach Herzenslust gelatext, gebibtext und gemakeindext werden. Einige Kompilationsläufe später ist das gute Stück fertig: Eine Analyse intrinsischer Hardware-Evolution digitaler Schaltkreise. In wunderschönem Layout, mit professionellen Marginalien, und – ganz demütig gesprochen – schlichtweg eine Augenweide! :]