Viele große und auch kleine Webhosting Massenanbieter haben gewisse Herausforderungen. Hier (m)eine Lobeshymne auf die große Ausnahme "uberspace".

Ich hab’ sie alle durch, die Massen-Web-Hosting-Anbieter. Eine nicht vollständige Liste in zufälliger Reihenfolge: Host Europe, all-inkl, Strato, Hetzner, alfashosting, goneo, GoDaddy, Celeros usw. usf. Das könnte ein langer, langer, geradezu ausgesprochen langer Rant darüber werden, was in schöner Regelmässigkeit bei denen alles nicht funktioniert bzw. funktioniert hat. Aber da muß jeder seine eigenen Erfahrungen machen. Und es ist auch gar nicht auszuschließen, dass jeder der genannten Dienstleister seine passende Zielgruppe hat, für die alles, sagen wir mal, irgendwie und gefühlt läuft.

Für mich war jeder Webhoster-Wechsel immer mit der Hoffnung verbunden, nun jemanden gefunden zu haben, der sein Geschäft im Griff hat. Aber eigentlich gab es immer nur Variationen der bekannten Ärgernisse: Support mit durchwachsener Fachkenntnis, träge Reaktionszeiten, Standardformulierungen, Geschwindigkeitsprobleme und Security Issues. Gerade der letzte Hoster setzt mit seiner technischen Inkompetenz insbesondere im Bereich des Server Hardenings dem ganzen noch einmal eine unrühmliche Krone auf. Der Name sei nicht genannt denn hier soll niemand diskreditiert werden.

Ganz im Gegenteil: Ich möchte hier einen Webhosting-Anbieter hervorheben, nein, geradezu anpreisen, der mir über die letzten zwei Jahre extrem an’s Herz gewachsen ist. Und das nicht, weil ich besonders oft den Support gebraucht hätte. Das war nur einmal der Fall und es gab innerhalb von Minuten eine fachlich extrem versierte Antwort, die konkret auf mein Anliegen einging und sofort weiterhalf. Das allein hat beim Martyrium aus IVRs, bestenfalls halb gelesenen E-Mails und Antworten, die dann nur noch auf ein Viertel des ursprünglichen Anliegens eingehen, schon extremen Seltenheitswert.

Katze aus dem Sack: Es geht um uberspace.de. Aus meiner Sicht kein klassischer One-Klick-To-Happiness-Webhoster mit Klicki-Bunti-GUI, sondern eher was für technikaffine Maker, die den Umgang mit der Kommandozeile nicht scheuen. Man muß sicher kein Web-Guru oder Un*x-Admin sein, aber schonmal in der Shell gearbeitet zu arbeiten, hilft sicherlich bei der Einrichtung des eigenen Web-Space. Allein daran sieht man schon, dass uberspace irgendwie … anders ist. Positiv anders.

Ein anderes Beispiel: Wer auf der Kommandozeile seine Domains, Mail-User oder den SpamAssassin verwalten möchte, der braucht eine Dokumentation. Die gibt es in Form eines umfangreichen WIKIs, das meiner Meinung nach kaum Wünsche offen lässt. Und noch etwas fällt sofort auf, wenn man das WIKI oder auch die Webseite durchliest: Kompetenz pur. Und Überzeugung. Beispielsweise, was die Preise/Bezahlung anbelangt. Jeder entscheidet selber, wieviel er uberspace bezahlen möchte. Auch die Abhandlungen über den Verzicht auf die Lastschrift (bezahlt wird per Überweisung) oder ganz generell immer wieder die Erläuterungen, warum das Team von uberspace die Dinge so macht, wie sie sie machen, sind absolut lesenswert.

Es gibt kaum eine Text, eine Erläuterung oder sonst eine Stelle, an der ich nicht einen Haken machen könnte. Selbst im gerade durchforsteten Impressum gibt es wieder etwas, wovon sich andere Seitenbetreiber etwas abschneiden könnten. Die meisten klicken sich ihren Impressums-Sermon bei erecht24 oder sonst wo zusammen und klatschen dann diesen Text mit mehr oder weniger Verstand auf ihre Seite. Bei uberspace finden wir aber: “[…] In Sachen Linkhaftung sparen wir uns den sonst üblichen Disclaimer, der nach Meinung der meisten Juristen ohnehin keine Rechtswirksamkeit entfaltet. […]” Ita est!

Ich bin schlichtweg begeistert von uberspace und wünsche mir inständig, dass sie im Rahmen der eigenen Ansprüche und Wünsche prosperieren und damit allen, die einen wirklich richtig guten Webhosting-Dienstleister haben möchten, lange erhalten bleiben!

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