Aus Shell Skript eine MacOS App erstellen und App Icon ändern

Wie mache ich aus einem Shell Skript eine MacOS App für die Finder Toolbar? Und wie ändere ich das Icon einer App?

Gerade noch über die verschlimmbesserte Funktion zum Hinzufügen von Apps zur Finder Toolbar gemeckert, und schon mit dem Problem konfrontiert, dort ein Shell Skript unterbringen zu wollen.

Man kann zwar ein Shell Skript per CMD-Drag’n’Drop in die Finder Toolbar ziehen, allerdings öffnet ein Klick auf dieses Skript selbiges im Text-Editor. Shell Skripte werden aus der Finder Toolbar heraus offensichtlich nicht ausgeführt. Es stellt sich also die Frage, wie man auf einfache Art und Weise aus einem Shell Skript eine native MacOS App macht, um diese dann in die Finder Toolbar zu ziehen.

MacOS App aus Shell Skript mit Hilfs-Skript erstellen

Die Lösung bedient sich eines Hilfs-Skriptes appify, das aus einem Shell Skript eine MacOS App generiert.

Das Skript wird unter dem Namen appify im Home-Verzeichnis gespeichert und anschliessend im Terminal per chmod +x appify ausführbar gemacht.

Mit dem Aufruf

$ ./appify das-shell-skript.sh

wird im selben Verzeichnis aus dem Shell Skript das-shell-skript.sh eine MacOS App mit dem Namen das-shell-skript.app generiert. Mit Angabe eines zusätzlichen Parameters “App Name”

$ ./appify das-shell-skript.sh "App Name"

lässt sich der MacOS App ein anderer Name geben.

Diese App lässt sich nun per CMD-Drag’n’Drop in die Finder Toolbar ziehen und von dort aus starten. Unschön könnte das Standard-Icon sein, dass MacOS dieser App in der Finder Toolbar gibt. Aber auch dafür gibt es eine unkomplizierte Lösung.

Das Icon einer MacOS App ändern

Der einfache Weg

  1. Zunächst eine rechteckige PNG-Grafik mit 512 x 512 px mit dem gewünschten Icon anlegen.
  2. Dann Doppel-Klick auf die PNG-Grafik; die Grafik wird im Previewer angezeigt.
  3. Nun mit CMD-C die Grafik in die Zwischenablage kopieren.
  4. Danach Rechtsklick auf die im ersten Schritt angelegte MacOS App und im Kontext-Menü “Get Info” anklicken.
  5. Im Popup-Info-Fenster ist oben links das (Standard-)Icon dieser App zu sehen. Dieses Icon anklicken; es sollte ein blauer Rahmen erscheinen.
  6. Nun mit CMD-V die eigene Grafik hineinkopieren.

Fertig!

Der Weg für Profis

Dabei wird das Icon direkt mit in die MacOS App eingebaut. Dazu erledigt das appify-Skript bereits die Vorarbeit, indem es eine Info.plist Datei anlegt. In dieser ist unter anderem die Information enthalten, welchen Namen eine Icon(set)-Datei trägt, in der sich ein oder mehrere App-Icons für die MacOS App befindet.

  1. Wir benötigen zunächst eine *.icns Datei, in der das Icon unserer App abgespeichert ist. “icns” steht dabei für Iconset, da eine solche Datei auch App-Icons in unterschiedlichen Größen bevorraten kann. Im einfachsten Fall ist das nur ein Icon. Der Weg zu einem solchen *.icons File kann wie folgt aussehen:
    • Terminal öffnen.
    • Verzeichnis das-shell-skript.iconset anlegen.
    • In dieses Verzeichnis die gewünschte App-Icon-Grafik als icon_512x512.png kopieren. (Annahme: Es handelt sich um eine Grafik mit 512 x 512 px)
    • Den Befehl iconutil -c icns das-shell-skript.iconset ausführen.

    Nun sollte im aktuellen Verzeichnis eine Datei das-shell-skript.icns existieren. Wenn ja, kann mit rm -rf das-shell-skript.iconset das Iconset-Verzeichnis gelöscht werden.

  2. Rechtsklick im Finder auf unsere MacOS App das-shell-skript.app. Es erscheint das Kontext-Menü. Dort “Show Package Contents” wählen.
  3. Im Finder wird nun der Inhalt unserer MacOS App angezeigt. Dies sollte das Verzeichnis Contents sein. Doppelklick.
  4. Auf der nächsten Ebene befindet sich die erwähnte Info.plist Datei sowie zwei Unterverzeichnisse. Doppelklick auf Resources.
  5. Dort befindet sich eine (leere) Datei mit Namen das-shell-skript.icns. Diese durch die in Schritt 1 angelegte *.icns-Datei ersetzen.

Fertig! Aber halt! Viele Wege führen nach Rom.

Die Superhero-Methode für echte Männer

Benötigt die XCode Developer Tools.

  1. Terminal öffnen.
  2. Mit sips -i das-shell-skript.png aus der Grafik sozusagen die eigene Icon-Datei erstellen.
  3. Die Grafik als Ressource speichern. Das geht mit dem Befehl DeRez -only icns das-shell-skript.png > icon.rsrc.
  4. Einbinden dieser Ressource in unsere App mit Rez -append icon.rsrc -o $'das-shell-skript.app/Iconr'.
  5. MacOS mitteilen, dass diese App jetzt ein Icon hat: SetFile -a C das-shell-skript.app.

Fertig!

Klamottenkiste: Der Eupander als “Trick des Monats” in der 64’er

Ausgegraben und für gut befunden: Der Eupander V2.2. "Trick des Monats" der 64'er Ausgabe November 1989.

64'er Ausgabe 11.1989 Was man nicht alles auf dem Speicher findet. Oder im Keller. Zusammen mit dem dortens exhumierten C64 aka “die Brotkiste”, vgl. den zugehörigen Post auf Fatzebook, flatterte mir eine Fotokopie in die Hände. Die Fotokopie eines Artikels aus der 64’er. Die 64’er war Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre, das “Magazin für Computerfans”. Wer seinerzeit nicht nur mit Daddeln auf dem brotlaibbraunen C64 beschäftigt war, hat sich möglicherweise mit dieser Gazette auf dem Laufenden gehalten. Dazu zählte in der Regel auch das Abtippen unzähliger Zeilen Programm-Kode oder – eigentlich noch schlimmer aber dafür deutlich weniger fehleranfällig – Kolonnen über Kolonnen an Hexadezimalzeichen mit dem MSE (MaschinenSpracheEditor). Das Ergebnis der Mühen waren Spiele, Tools und anderes Zeugs. Mal mehr nützlich, meistens weniger.

Seinerzeit war ich in der Demo-Szene als Coder aktiv und einige wenige Demos sind tatsächlich noch als Images für die gängigen C64-Emulatoren im Netz zu finden. Die Demos waren technisch ok, was man aber für das Gros der textuellen Inhalte in den damals üblichen Laufschriften nicht behaupten kann. Fehlergespicktes Englisch oder Deutsch mit teilweise hochnotpeinlichen Inhalten. Daher ersparen wir uns allen eine Verlinkung und konzentrieren uns auf Beiträge, die die Welt bereichertern. Und damit zurück zur Fotokopie aus der 64’er, datiert auf November 1989. 64'er Trick des Monats: Eupander V2.2 in Ausgabe 11.1989

In der 64’er wurde regelmässig der “Trick des Monats” ausgelobt. Das war üblicherweise eine Software, die eine clevere Lösung für ein Problem bietet, und damit das Leben geplagter C64-Nutzer erleichtern konnte. Die Demo-Programmierung erfolgte in der Regel “low-level” und damit in Maschinensprache. Die Eigenheit solcher Maschinenspracheprogramme war, dass sie auf dem C64 nur mit einem sogenannten SYS-Kommando aufgerufen werden konnten. Ein Maschinenspracheprogramm, das von Diskette geladen wurde, konnte also nicht einfach per RUN gestartet werden, sondern bedurfte eben jenes SYS-Befehls, bspw. SYS 4096.

Der “Trick des Monats” war nun ein Tool, das ein Maschinensprache-Programm so veränderte, dass dieses geladen und eben doch mit RUN gestartet werden konnte. Der Name “Eupander V2.2” war ein reines Kunstwort ohne jeden Bezug zum Programm und fand seinen Ursprung in einem chinesischen Jahreskalender, der damals einen Panda zeigte. Die Versionsnummer wurde künstlich auf 2.2 gesetzt, um einen fortgeschrittenen Entwicklungsstand zu suggerieren. Dann ging das Ganze mit einer kurzen Beschreibung an die Redaktion der 64’er und wurde, zu meinem allergrössten Erstaunen, a) tatsächlich angenommen und b) auch noch zum “Trick des Monats” gekürt. Das Honorar betrug satte 120 DM; aus heutiger Sicht ein Witz, aber inflationsbereinigt war das in der Prä-Euro-Ära vor 25 Jahren ganz ordentlich.

MacOS Mavericks: Apps in Finder Toolbar ergänzen

Apps können nach wie vor per Drag'n'Drop in die Toolbar-Leiste des Finders gezogen werden. Der Teufel steckt aber im Detail.

Bisher war immer alles ganz einfach und intuitiv beim MacOS. Aber das Betriebssystem kommt in die Jahre. Alternative Formulierung: Die Entwickler sind auch nur Menschen. Aber warum Sachen, die gut und einfach funktionierten, verkompliziert werden, will sich nicht erschließen.

So ist das beispielsweise mit der Funktion geschehen, die das Hinzufügen eigener Apps in die Toolbar des Finders erlaubt. Der Prozess vor Mavericks: Im Finder in das Verzeichnis mit der App oder dem Automator Skript wechseln, das zur Finder-Toolbar hinzugefügt werden soll. Dann die App/das Skript per Drag’n’Drop in die Toolbar-Leiste an die gewünschte Stelle ziehen. Fertig.

Der Ablauf ist bei Mavericks zwar fast identisch, aber dann doch eben gerade so anders, dass man erst einmal wie Ochs vor’m Berg steht. Es funktioniert weiterhin per Drag’n’Drop, allerdings muss nun die CMD-Taste beim Ziehen gedrückt sein! Oder noch genauer: Erst die CMD-Taste drücken und gedrückt halten. Dann auf die gewünschte App klicken und diese auf die Toolbar-Leiste ziehen. Dann Maustaste lösen und CMD-Taste lösen.

Das kann man ja beim besten Willen nicht als Prozessoptimierung betrachten. Und es soll mir auch keiner kommen und behaupten, es hätten mit der alten Methode ohne CMD-Taste zu viele Leute “aus Versehen” Apps in die Toolbar-Leiste des Finders gezogen… Aber Problem erkannt, Problem gebannt! 🙂

MacOS ForkLift2 Favoriten exportieren

Rechnerwechsel und die ForkLift2 Favoriten für den späteren Import auf dem neuen Rechner exportieren? Geht nicht. Aber es gibt einen Workaround.

ForkLift2 von BinaryNights ist eine funktionsreiche Alternative für den MacOS-Finder und wir vom Hersteller selber mit “[…] most advanced file manager and FTP + SFTP + Amazon S3 + WEBDav client for Mac OS X (10.7 +)” beworben. In der Tat macht ForkLift2 vieles sehr gut, allerdings fehlt die Möglichkeit, die Liste der eingetragenen FTP-Server und weiterer Favoriten zu exportieren, um sie auf einem anderen Rechner zu importieren.

Der Workaround.

  1. Die Datei
    ~/Library/Preferences/com.binarynights.ForkLift2.plist
    von dem Rechner aus sichern, der als Favoriten-Quelle dient.
  2. Auf dem Zielrechner in dasselbe Verzeichnis wechseln.
  3. Die Aktivitätsanzeige (activity monitor) starten und den Prozess cfprefsd stoppen.
  4. Die gesicherte Datei com.binarynights.ForkLift2.plist in das Verzeichnis (Schritt 2) des Zielrechners kopieren.

NB: Zwischen dem Stoppen des cfprefsd-Prozesses und dem Kopieren der Datei sollte nicht zu viel Zeit vergehen, da MacOS den cfprefsd-Prozess automatisch wieder startet.

NB: In der Datei sind nur die Konfigurationsinformationen der Favoriten gespeichert, nicht jedoch deren Passwörter! Für den Transfer der Passwörter gibt es scheinbar keine Lösung. Will heißen, alle Passwörter müssen “von Hand” neu eingegeben werden.

Dieser Workaround wurde von BinaryNights auf Nachfrage eines Nutzers bei Twitter genannt. Warum es keine native Ex-/Import-Funktion gibt, die insbesondere auch die Passwörter transferiert, ist ein wenig rätselhaft.

Wider dem Kommentar-Spam in WordPress

Eine einfache Methode, um Kommentar-Spam in Wordpress-Blogs zu beschränken: URL-/Website-Feld aus dem Standard Kommentar Formular entfernen.

Trotz aller Bemühungen der Suchmaschinen sich von (leicht) manipulierbaren Faktoren zur Bewertung des Rankings einer Web-Seite zu lösen, zählen beispielsweise (Back)Links nach wie vor zu den wichtigen Kriterien bei der automatisierten Beurteilung von Stärke und Vertrauenswürdigkeit eines Online-Auftritts. Das wird sich ändern, aber bis es soweit ist, wird weiterhin aktiver Link-Aufbau betrieben. Dabei werden neben Foren und Frageportalen auch gerne Blog-Kommentare für die Erzeugung von Backlinks herangezogen.

Viele WordPress-Installationen und -Themes verwenden das Standard-Kommentar-Formular von WordPress. Es ist üblich, dass neben dem Namens- und E-Mail-Feld auch häufig ein URL-/Webseite-Feld bereitgestellt wird. Und genau dieses URL-/Webseite-Feld wird gerne für den Aufbau von spammigen Backlinks verwendet. Es spricht natürlich nichts dagegen, neben der eigenen E-Mail-Adresse auch eine interessante Homepage oder Web-Seite als Kommentar zu einem Blogbeitrag zu hinterlassen. Aber in schöner Regelmässigkeit dient das Website-Feld eher dazu, einen Link auf irgendein Projekt zu produzieren, das in ebenso schöner Regelmässigkeit nichts mit dem Beitrag zu tun hat, zu dem ein Kommentar hinterlassen wurde.

Aus gegebenem Anlass gibt es ab sofort auf der Nullseite kein URL-/Webseite-Feld mehr. Bei Verwendung des WordPress-Standard-Formulars und falls das Theme keine Editier-Möglichkeiten der Formularfelder erlaubt, kann mit dem folgenden Einzeiler, den man in die functions.php hinzufügt, das URL-/Webseite-Feld entfernt werden.

  add_filter( "comment_form_default_fields", function( $fields ) { unset( $fields[ "url" ] ); return $fields; } );

Details zu den möglichen Feldern (eng. “fields”) gibt es in der Funktionsreferenz zur comment_form()-Funktion.

Kodi (XBMC) auf Fire TV installieren – bebilderte Kurzanleitung

Eine bebilderte Schritt-für-Schritt Anleitung, um Kodi (XBMC) auf dem Fire TV zu installieren. Dazu ein Hack, der den Start von Kodi mit nur drei statt 27 Klicks ermöglicht.

[1] Erster Teil: Kodi auf dem Fire TV installieren

  1. ADB Debugging und Apps unbekannter Herkunft aktivieren. Dafür vom Fire TV Startbildschirm auf Einstellungen gehen und von dort zu System und dann Entwickleroptionen. Hier die Optionen “ADB-Debugging” und “Apps unbekannter Herkunft” einschalten.
  2. Fire TV IP-Adresse. Zu System -> Info -> Netzwerk wechseln und die IP-Adresse notieren.
  3. adbFire Download. Tool für Windows, Mac oder Linux hier downloaden und, falls nötig, installieren (Mac-Nutzer: Doppelklick auf *.dmg-Datei und App in Applications-Ordner ziehen).
  4. kodi Image Download. Dazu auf die kodi.tv Download-Seite gehen und das Android ARM apk-Image downloaden.
    kodi.tv Helix Download
  5. adbFire starten. (Mac-Nutzer ggf. Rechtsklick und von dort via “Öffnen” starten, da adbFire von unbekanntem Entwickler stammt.)
    adbFire Startbildschirm
  6. Setup Device klicken, um die Daten des eigenen Fire TVs einzutragen.
  7. adbFire Device Setup
    Es genügt, dem Gerät unter “Description” einen Namen zu geben und die in Schritt 2 (s.o.) notierte IP-Adresse unter “Device IP” einzutragen. Anschließend “Save” klicken.

  8. FireTV verbinden. Dazu in der Drop-Down Liste links neben “Device Setup” das soeben eingetragene Gerät auswählen und im Anschluß den Button “Connect” klicken.
    adbFire Connect

    Wenn die Verbindung hergestellt werden konnte, erscheint unten rechts die Meldung “Device connected”.
    adbFire Connect

    Kommt keine Verbindung zustande, die Informationen auf der Webseite des adbFire-Entwicklers studieren; insbesondere den Abschnitt dbFire can’t connect? Click here.

  9. Kodi (XBMC) auf dem Fire TV installieren. Dazu Klick auf “Install APK”.
    adbFire Install APK Kodi

    Es öffnet sich ein “Datei auswählen”-Dialog. Hier das in Schritt 4 heruntergeladene Kodi APK-Image auswählen und bestätigen. adbFire geht auf Nummer sicher und fragt noch einmal nach, ob dieses Image wirklich auf dem Fire TV installiert werden soll.

    adbFire Install Kodi APK ausgewählt

    Wer sich sicher ist, bestätigt nun mit “Yes”. Die Installation wird durchgeführt. Während der Installation zeigt adbFire den Fortschritt mit einem Progress Bar unten rechts neben “Device connected” an. Nach erfolgreicher Installation erscheint die Meldung “Installed”.

    adbFire Install Kodi

  10. Nun ist Kodi auf dem Fire TV installiert und lässt sich – mit einer Menge Klickerei – über das Einstellungen-Menü und “Alle installierten Apps verwalten” aufrufen.
    Kodi auf Fire TV installiert

[2] Zweiter Teil: Kodi mit nur drei Klicks starten

Wir haben erst die halbe Miete. Denn nach der unter [1] beschriebenen Prozedur ist Kodi jetzt zwar auf dem Fire TV installiert, allerdings sind 27(!) Klicks mit der Fernbedienung nötig, um Kodi zu starten. Nein? Oh doch: Von der Startseite 10 x DOWN bis Einstellungen, 1 x ENTER, 3 x RIGHT bis Anwendungen, 1 x ENTER, 3 x DOWN bis Alle installierten Apps verwalten, 1 x ENTER, 6 x DOWN bis “Kodi”, 1 x ENTER und noch ein finales ENTER für “App starten”. Macht in Summe 27 Klicks und ist für die regelmässige Nutzung ein “no go”.

Glücklicherweise gibt es verschiedene Wege, um Kodi mit deutlich weniger Klicks starten zu können (bis hin zum Autostart beim Booten des Fire TV). Der hier beschriebene Ansatz entspricht im Wesentlichen dem im kodi.wiki beschriebenen, verwendet allerdings wieder das bereits in [1] benutzte Tool adbFire und setzt auf die App ikono TV statt auf Cinema TV.

  1. ikono TV App installieren. Im Web-Browser amazon.de aufrufen und nach der App “ikono TV” suchen.
    ikono TV App installieren
    Mit Klick auf den Kostenfrei-Button wird die App “gekauft” und gelangt in die App-Cloud des Fire TVs. Danach auf Einstellungen -> Mein Konto und dort “Amazon-Inhalte synchronisieren” wählen. Im Anschluß wieder zur Startseite, dann auf den Menüpunkt Apps, zur ikono TV App navigieren und starten. Damit wird die App aus der Cloud auf den Fire TV geladen und installiert.
  2. Llama, ikono TV, Kodi. In diesem Schritt wird adbFire benötigt, also adbFire starten und Fire TV verbinden (Connect Button). Danach Klick auf “Llama Options”.
    adbFire Llama Options

    Es öffnet sich ein Popup-Fenster, in dem die folgenden Einstellungen sinnvoll sind: Check “Install Llama” (Ohne Llama geht es nicht!), “Link Media Center to ikono TV” und “Replace ikono TV icon with Kodi icon”.
    adbFire Llama Settings

    Die Ersetzung des Icons ist rein kosmetisch, steigert aber den WAF (Woman Accpeptance/Approval Factor; vgl. Wikipedia) ungemein.

    Mit Klick auf “Ok” geht’s los. Es wird die Llama App auf dem Fire TV installiert, ein paar Einstellungen vorgenommen, Kodi mit der ikono TV App verknüpft und das Icon ausgetauscht. So sieht die Erfolgsmeldung von adbFire aus.
    adbFire Llama installed

  3. Llama starten und Daten importieren. Über Hauptmenü -> Einstellungen -> Anwendungen zum Punkt “Alle installierten Apps verwalten” durchhangeln und ENTER. Dann die Llama App suchen und ENTER und “App starten”. Den Disclaimer aktzeptieren. Okey Doke bestätigen.

    Nun die Menü-Taste auf der Fernbedienung drücken (“Hamburger” rechts neben Home-Buttom) und im daraufhin erscheinenden Popup-Menü “Import/Export von Daten” wählen. Es erscheint ein weiteres menü, das u.a. den Import von einer URL oder SD-Karte anbietet. Eigentlich sollte da auch USB erscheinen, aber bei mir war’s nur die SD-Karte. Also “Import von SD-Karte” wählen, Nachfrage bestätigen und Llama importiert die von adbFire bereitgestellte Regel, die den Start von ikono TV überwacht und statt ikono TV unser Kodi startet.

Das war’s! Wenn alles funktioniert hat, sollte die Startseite in etwa so aussehen und Kodi lässt sich mit nur drei Klicks starten.
Fire TV Kodi auf Startseite

Eventuell erscheint noch das alte ikono TV Icon. Hier kann ein Reboot des Fire TV helfen: Einfach länger als fünf Sekunden die Auswahl-Taste (in der Mitte der Richtungstasten) und die Play-Taste gleichzeitig gedrückt halten.

MacOS: grüner Zoom Button soll wieder Fenster maximieren

MacOS: Der grüne Zoom Button soll Fenster nach einem Klick maximieren statt in den Vollbildmodus zu schalten. Hier steht, wie's geht!

Mit MacOS 10.10 “Yosemite” hat Apple einige Neuerungen eingeführt. Dazu zählt u.a. ein geändertes Verhalten des grünen Zoom Buttons, der sich oben links in jedem Applikationsfenster befindet. Bisher führte ein Klick auf diesen Button dazu, daß das zugehörige Fenster maximiert – also auf die gesamte Bildschirmfläche exklusive Title Bar und Dock aufgezogen – wurde.

In Yosemite schaltet ein Klick auf diesen Button die Applikation nun in den Vollbildmodus. Wenn sich die Maus den Buttons nähert, deuten dieses Verhalten auch zwei kleine Pfeile im grünen Button an.

Es gibt eine Möglichkeit, das alte Verhalten – also Maximieren des Applikations-Fensters – zu erreichen. Leider nicht dauerhaft über eine Einstellung sondern nur über eine (simple) Tastenkombination für jeden einzelnen Klick. Dazu muß während des Klicks die Alt-Taste gedrückt werden. Nähert sich die Maus den Buttons bei gedrückter Alt-Taste, so wird das (alte) Verhalten im grünen Button durch das bekannte Plus-Symbol angezeigt.

Update auf MacOS 10.10 Yosemite und MAMP Apache startet nicht mehr

Eine Lösung für das Problem, dass nach dem Update auf MacOS 10.10 (Yosemite) der Apache im MAMP nicht mehr startet.

 

  1. Falls MAMP läuft via “Stop Servers”-Button die Server stoppen.
  2. Ein Terminal-Fenster öffnen. Geht beispielsweise mit CMD+Leertaste, dann terminal tippen und mit Return bestätigen.
  3. Im Terminal-Fenster mit cd /Applications/MAMP/bin/apache2/bin und abschließendem Return in das genannte Verzeichnis wechseln.
  4. Dort die Datei envvars in _envvars umbenennen: move envvars _envvars und Return.
  5. Danach im MAMP Fenster “Start Servers” klicken.

Läuft. Die Lorbeeren gebühren Joshua Toenyes.

Sprüche, Verse und Gedichte für jeden Anlass

Sprüche, Verse, Gedichte oder Zitate berühmter Persönlichkeiten sind beliebt und für viele Anlässe gerne genutzt. Wir stellen eine Auswahl guter Sprücheportale vor.

Sprüche BubblesDie Bandbreite verfügbarer Sprüche reicht sprichwörtlich von der Wiege bis zur Bahre, will heißen, die Glückwünsche zur Geburt eines Neugeborenen sind ebenso vertreten, wie Taufsprüche, Geburtstagswünsche, Liebeszitate oder auch die weniger erfreulichen Beileidsbekundungen für sehr traurige Anlässe. Verwendung finden die Sprüche sowohl im klassischen leider ein wenig aus der Mode gekommenen Brief über die (Glückwunsch)Karte, in einer Rede oder – ganz modern – für den schnellen Liebesgruß per SMS oder Messaging App.

Sprücheportale

Bei den Sprücheportalen gilt es zwischen zwei grundlegenden Typen zu unterscheiden: Die Vollsortimenter, die jede der oben genannten Kategorien im Angebot haben und die Spezialisten, die sich auf jeweils genau eine Kategorie fokussieren. In der Regel bieten die Spezialisten eine größere Auswahl an Sprüchen und sind eine gute Wahl, wenn man nicht zufällig sowohl Liebessprüche, Geburtstagswünsche und Glückwünsche zur Taufe zur selben Zeit braucht. Im Folgenden werden die aus dem großen Anbieterteich gefischten Sprüche-Portale vorgestellt, die in den jeweiligen Kategorien positiv aufgefallen sind.

Glückwünsche zur Taufe

Bild Portal glueckwuensche-zur-taufe.info Für Glückwünsche zur Taufe empfiehlt sich das gleichnamige Sprücheportal unter Glückwünsche zur Taufe. Im Sortiment sind sehr unterschiedliche Taufwünsche von bekannten und unbekannten Autoren über Volksgut und Redewedungen. Wichtig: Es handelt sich wirklich nur um allgemeine Glückwünsche und Sprüche zur Taufe, nicht jedoch um Taufsprüche. Letztere sind häufig Bibelzitate und auf dieser Web-Seite nicht zu finden. Wer danach sucht: Ein sehr großes Angebot an Taufsprüchen gibt es bspw. bei taufspruch.de.

Glückwünsche zum Geburtstag

Bild Portal glueckwuensche-zum-geburtstag.info Nach Geburt und Taufe folgen die Geburtstage. Zwei Portale mit Sprüchen zum Geburtstag in vertrauter Optik aber mit einer unterschiedlichen Auswahl an Versen, Zitaten und Glückwünschen sind zum einen glueckwuensche-zum-geburtstag.info und geburtstags-wuensche.info. In Summe kommen beide Seiten auf etwa 80 Sprüche und bieten damit eine ordentliche Auswahl für den Glückwunschsuchenden. Während das erstgenannte Portal eine Filtermöglichkeit nach Autoren bietet, fehlt diese leider beim zweiten Portal; da sollten die Anbieter noch nachbessern.

Passend zum Geburtstagspruch möchte man vielleicht noch ein paar zusätzliche Informationen mit auf die Glückwunschkarte schreiben. Da bietet sich der Geburtstagsrechner unter geburtstagsrechner.info an, der zu einem Geburtstag das Alter in Jahren, Monaten, Tagen, Stunden und Minuten ausgibt und weitere interessante Details zum Sternkreiszeichen, den Wochentag der Geburt, an welchen Wochentagen die nächsten Geburtstage folgen, wie lange es noch bis zum nächsten Geburtstag dauert, etc. Der Geburtstagsrechner zeigt Informationen zum Schaltjahr, rechnet die Life Path Nummer aus, beschäftigt sich mit dem Maya und islamischen Kalender und ermittelt das Zodiac Zeichen des Geburtstagskindes.

Liebessprüche, Liebesgedichte und Liebes SMS

Bild Portal liebessprueche.mobi Auf Geburt, Taufe und Geburtstage folgt die Liebe. Egal ob kleine oder große Liebe: Wer verliebt ist, teilt dies gerne mit. Und Liebesverse entweder aus der eigenen Feder oder der Feder eines anderen können eine schöne Ergänzung des Liebesalltags sein. Kaum ein Prominenter oder eine andere bekannte Persönlichkeit, die nicht schon einen Gedanken zur Liebe geäußert hat. Ein gutes Ziel ist die Seite liebessprueche.mobi für eine schöne Auswahl an Liebesgedichten. Dieselbe, speziell auch für die mobile Nutzung optimierte Seite, bietet den ganz modernen unter den verliebten extra kurze Liebessprüche mit maximal 160 Zeichen für den Versand als Liebes SMS oder Messaging App.

Glückwünsche zur Hochzeit

Bild Portal glueckwuensche-zur-hochzeit.info Mit der großen Liebe ist dann irgendwann der große Tag gekommen und es wird geheiratet. Ein gelungenes Potpourri an Hochzeitswünschen u.a. von bekannten Persönlichkeiten wie Goethe, Brentano, Shakespeare oder Twain findet sich auf auf diesem Portal mit Hochzeitssprüchen. Für die (handgezählt) etwa 80 Sprüche gibt es eine Filterfunktion nach Autoren. Angesichts der Menge wäre noch eine normale Suchfunktion wünschenswert. Andererseits dauert es auch nicht ewig, die vorhanden Seiten einzeln durchzugehen. Die übersichtliche, werbefreie Gestaltung hebt sich angenehm von den oft mit Werbung zugepflasterten Sprücheseiten ab.

Kondolenz und Beileidsbekundungen

Sterben zu müssen ist Teil unseres Lebens. Wer einen Todesfall zu beklagen hat und kondolieren möchte findet passende Beileidsbekundungen bspw. bei der Süddeutschen Zeitung fündig. Ganz unpräntentiös und übersichtlich werden Dichter- und Philosophenworte sowie christliche, buddhistische und Memento mori zitiert.

Zum Schluß

Neben all diesen thematisch sehr spezialisierten Sprücheportalen gibt es auch die unterschiedlichsten Aggregator-Seiten, die Sprüche für viele verschiedene Kategorien gleichzeitig anbieten. Vom selben Betreiber wie einige der obenstehenden Portale sei hier exemplarisch für die Gattung der Sprüche-Aggregatoren die Seite sprueche-wuensche.de genannt. Sie ist einfach gehalten, lädt schnell und deckt den gesamten Sprüchebereich inklusive Trauersprüche und Beileidsbekundungen ab.

Wir schließen mit dem Symbol der Vergänglichkeit (Vanitas) im alten Mönchslatein “Memento moriendum esse! – Bedenke, daß Du sterben musst!” und wünschen Ihnen viele Geburten, Taufen, Geburtstage, Liebesmomente und Hochzeiten!

Minimierung von HTML, PHP, CSS und JavaScript mit Smaller für Mac

Ladezeiten von Web-Seiten können gar nicht kurz genug sein. Eine von zahlreichen Optmierungsmöglichkeiten ist die Minimierung von HTML-, PHP-, CSS- und JavaScript-Code. Das Mac Tool "Smaller" von Chen Luo erlaubt die effiziente stapelweise Verarbeitung solcher Dateien.

Smaller Logo Im April 2010 hat Google mit dem Artikel Using site speed in web search ranking in seinem Webmaster Central Blog offiziell die Ladezeit einer Web-Seite als Ranking-Faktor deklariert. Der Vorteil schnell ladender Web-Seiten liegt auf der Hand: Neben einer verbesserten User Experience lassen sich lt. Google dadurch ebenfalls Betriebskosten reduzieren.

Viele Tools unterstützen bei der Analyse und Optimierung der eigenen Web-Site. Zu den bekannteren gehört Googles eigenes PageSpeed-Tool, das sowohl als Online-Variante als auch in Plugin-Form bspw. für Firefox oder natürlich Chrome zur Verfügung steht. Ebenfalls bekannt: Das von Yahoo bereitgestellte YSlow sowie die in Googles Webmaster Tools angezeigte Site Performance (unter Labs, dann Site Performance).

Die Optimierungsvorschläge dieser Tools sind umfangreich und reichen vom verzögerten Laden von JavaScript, der Nutzung von Cache Validators oder Browser Caching weiter über die Angabe von Grafik-Abmessungen, der Nutzung von CSS Sprites bis hin zur Minimierung von Grafik und HTML, PHP, CSS sowie JavaScript Dateien. Für den letztgenannten Fall stellt Chen Luo mit seiner Smaller ein hervorragendes Tool bereit, daß diese Arbeit optimiert und insbesondere die Stapelverarbeitung mehrerer Dateien gleichzeitig erlaubt.

Zwar gibt es dafür auch zahllose online Tools, allerdings sind diese in der Regel auf eine Teilmenge der verschiedenen Dateitypen spezialisiert. So beispielsweise der YUI Online Compressor, der nur JavaScript und CSS komprimiert, nicht jedoch PHP oder HTML. Die Smaller App erlaubt dagegen in einem Arbeitsgang alle genannten Dateitypen gleichzeitig zu minimieren. Der Prozeß läuft in wenigen einfachen Arbeitsschritten ab.

Nach Download und Start der Smaller App wird der Nutzer mit einer leeren Arbeitsfläche begrüßt.

Smaller Startbildschirm

Im folgenden Beispiel wurden zwei Javascript- und CSS-Dateien sowie eine HTML-Datei per Drag’n’Drop auf die Arbeitsflächer der Smaller App gezogen.

Smaller Startbildschirm

Mit einem Klick auf den Minify-Button beginnt Smaller mit der Minimierung und zeigt während der Arbeit den Fortschritt auf der Arbeitsoberfläche an.
Die minimierten Dateien werden automatisch im selben Verzeichnis wie die Originaldatei gespeichert.

Im Optionsdialog der Smaller App können zahlreiche Einstellungen vorgenommen, um die Arbeitsweise des Programms an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.

Smaller Startbildschirm

So ist es möglich, den Klick auf den Minify-Button einzusparen, indem Smaller mit der Minimierung beginnt sobald Dateien per Drag’n’Drop auf die Arbeitsoberfläche gezogen wurden. Minimierte Dateien können automatisch mit dem Suffix “.min” ergänzt werden, so daß aus “main.js” bspw. “main.min.js” wird. Das Standardverhalten die minimierten Dateien im selben Verzeichnis abzulegen kann ebenso geändert werden, wie die automatische Erstellung einer gezippten Version.

Der Autor stellt eine 30-Tage-Testversion auf seiner Webseite smallerapp.com zum Download bereit. Zum Preis von gerade einmal $20,- erhält der Nutzer eine extrem praktische Drag’n’Drop Applikation für den Mac, die die Minimierung der gängigen Web-Datei-Formate unter einem Dach bündelt.