Schubladenmatte VARIERA in Schrank Helmer

Günstiger Schubladeneinsatz mit Ikea Teppichgleitschutz STOPP

Ikea bietet im Küchenbedarf die Schubladenmatte VARIERA an. Damit nichts verrutscht, geht es aber auch günstiger: Mit dem Teppichgleitschutz STOPP.

Schubladenmatte VARIERA in Schrank HelmerDie Ikea Schubladen-Matte VARIERA, Artikelnummer 800.128.53, ist robust und leistet mit ihrer leicht genoppten Oberfläche, was sie soll: Den Schubladeninhalt davon abhalten in der Schublade hin- und herzufliegen. Die Matte ist 150 x 50 cm groß und kostet 3,99 EUR. Ich habe die Matte für die etwa 37,5 x 23,4 cm (Innenmaß) Fächer eines Helmer-Schranks verwendet. Eine Matte sollte für alle sechs Fächer reichen, nur das Zuschneiden ist etwas mühselig, da die Matte recht dick ist. Dadurch ist Variera wiederum sehr robust, geradezu unkaputtbar. Was also könnte gegen die Matte sprechen?

Teppichgleitschutz STOPP von IkeaKurze Antwort: Wenig! Aber wenn man nichts suchend – ausser natürlich Servietten – durch Ikea streift, dann kann man in der Teppichabteilung den Teppichgleitschutz STOPP finden. Und damit einen Ikea-Hack aus der Kategorie “Sparfuchs” landen, denn mit kleinen Abstrichen bei der Optik lässt sich STOPP auch als Schubladengleitschutz einsetzen. Besagter Teppichgleitschutz STOPP, Artikelnummer 802.278.77, kostet ebenfalls 3,99 EUR ist aber satte 200 x 67,5 cm groß. Damit lassen sich gleich 13 Fächereinlagen in Helmer-Größe herstellen; reicht also für zwei Helmer-Schubladenelemente mit á sechs Schubladen plus Reserveeinlage. Der Hammer!

Und wem die Schubladen des weißen Helmer-Schranks zu hakelig sind, der findet im Artikel Schwergängige Schubladen beim Ikea Helmer Schrank eine Lösung, um diese mal so richtig schön gleiten zu lassen.

Schutzgitter aufgeschraubt

Selbstbauschrank für die Heimtechnik mit Schloß und Lüfter

WLAN Router & Co. sind Geräte, die wegen ihres WAF von Null aus dem direkten Sichtfeld getilgt gehören. Also bauen wir einen Schrank für die Heimtechnik.

Auf die übliche Heimtechnik mag kaum ein Haushalt verzichten. Aber wenn sich erst einmal WLAN Router, DECT Basisstation, Hue Bridge, Ethernet Switch und weitere Geräte zusammen mit Netzteilen, Cat5- und USB-Kabeln sowie den unvermeidlichen Mehrfachsteckdosen an einem Ort knubbeln, dann gibt es in der Regel Kräfte, die aktiv gegen derlei Elektronik- und Kabelhaufen arbeiten; vgl. hierzu die Ausführungen zum Wife Acceptance Factor (WAF) in der Wikipedia. Der Gerätepark muß also weg und als einfachste Lösung bietet sich ein Schränkchen an, dass unter einer bereits vorhandenen Tischplatte montiert wird.

Ecke unter Tisch Der designierte Montageort für den Schrank macht klare Vorgaben zu Breite, Höhe und Tiefe, um möglichst dezent in der Ecke zu verschwinden; vgl. Bild. Das Schränkchen soll in der Höhe vom Boden bis zur Tischplatte reichen, nicht tiefer als 30cm sein und in der Breite die Steck- und Ethernetdosen vollständig abdecken. Ein (fast) exakt passendes Schränkchen war weder im stationären Handel noch Online erhältlich. Maßschreinerei kam angesichts des eher niedrigen Anspruchs an Güte und Verarbeitungsqualität aus Kostengründen nicht in Frage. Fazit: Dann wird das Schränk’sche halt selber gebaut!

Los geht’s mit einer Bierdeckel-Skizze. Der Schrank soll aus 1 cm dicken, weiß laminierten Spanplatten aufgebaut werden. Dazu werden zwei Seitenteile, eine Bodenplatte, eine Leiste und eine Frontplatte für die innenliegende Tür benötigt. Mangels Erfahrung mit Holzarbeiten, wird alles zig Mal durchgemessen, nachgerechnet und kontrolliert.

Steckbrief “Schrank für Heimtechnik”
Zeitaufwand08h 22min 14sek
MaterialHolz, Umleimer, Schrauben, Kleber, Aufschraubscharniere, SparrenpfettenankerBaumarkt
AufschraubsschloßAmazon
TemperaturschaltereBay
Lego BausteinSohn 🙂
Noiseblocker XL2 Rev3Google Shopping
LautsprecherabdeckungConrad
SkillsHolzarbeiten, Elektronik
Werkzeugjap. Zugsäge, Schraubendreher,
Akkuschrauber, Dremel,
Bügeleisen, Cutter Messer,
Schmiergelpapier

Im Baumarkt. Vor Ort stelle ich fest, dass 1 cm dicke Spanplatten gar nicht dick, sondern eher dünn sind. Also spontan vor Ort für 1,6 cm dicke Platten entschieden. Dann stimmen aber meine Berechnungen nicht mehr! Also kurz am Tresen des Holzzuschnitts die Maße nachkalkuliert und die Platten in Auftrag gegeben. Als die Platten fertig sind, stelle ich fest, dass – natürlich – einige Seiten nicht laminiert sind. Brauche ich also noch Umleimer zum Aufbügeln. Den gibt’s aber nicht in 16mm Breite, sondern nur 20mm. Ob sich das später mit dem Cutter-Messer sauber abtrennen lässt…?

Zuhause alle Platten grob aneinander angehalten und festgestellt, dass die “mal eben Nachkalkulation” am Tresen fehlgeschlagen ist: Die Bodenplatte ist um einige Millimeter zu lang. Umpf. Die Platte muß auf jeden Fall gekürzt werden, und zwar ohne passendes Werkzeug. Ich murkse mit der japanischen Zugsäge rum, bis die Platte die richtige Länge hat. Eine gerade Schnittkante sieht allerdings anders aus.

Der Zusammenbau beginnt mit dem linken Seitenteil. Da der Schrank bündig mit der Wand abschließen soll, wird mit der Zugsäge ein rechtwinkliger Teil ausgespart, damit sich das Seitenteil über die Sockelleiste schieben lässt (Pfeil unten rechts). Für das starre Koaxialkabel, oben links im Bild, muss am Seitenteil ein Kanal geschaffen werden, der vorne gerade eben das Kabel durchlässt und weiter hinten etwas mehr Raum bietet. Auch das erledigt die Zugsäge.

linkes Seitenteil besägt

Im Anschluß wird die Vorderkante laminiert, was laut Anleitung recht einfach aussieht, sich dann bei der konkreten Umsetzung aber schwerer als erwartet herausstellt. Das Laminierband wird auf die Spanplattenkante aufgelegt und dann mit einem zwischengelegten Handtuch aufgebügelt. Danach schneidet man mit einem Cutter Messer oder passendem Spezialwerkzeug das überstehende Laminatband ab. Wer das kann, ist jetzt wahrscheinlich fertig. Ich musste noch munter mit Schmirgelpapier nacharbeiten, damit eine saubere Kante entsteht. Am Ende sieht’s aber gut aus und das Seitenteil wird mit einem zweckentfremdeten Sparrenverbinder, genauer, einem Sparrenpfettenanker, befestigt.

linkes Seitenteil mit Laminierung und verschraubt

Analog wird mit dem rechten Seitenteil verfahren. Im folgenden Bild ist es bereits “free floating” an der Tischplatte verschraubt; die Fixierung erfolgt im nächsten Schritt beim Einbau der Bodenplatte.

rechtes Seitenteil laminiert und verschraubt

Die Kante der Bodenplatte wird laminiert und im Anschluß der kleine Sockel vorne mit einem Abstand von 8mm zur Kante angeklebt. Weil sich die Bodenplatte am linken Seitenteil nicht mehr festschrauben lässt, wird sie kurzerhand auch hier festgeklebt. Sekundenkleber ist dein bester Freund! 🙂 Hinten liegt die Bodenplatte auf der wandseitigen Sockelleiste auf und wird nicht verklebt. Der Schrank soll sich ja später noch weitestgehend rückstandsfrei entfernen lassen. Abschließend verbinden zwei Schrauben das rechte Seitenteil mit der Bodenplatte. Damit bekommt die Konstruktion bereits eine passable Stabilität.

Bodenplatte mit Sockel montiert

Die Stabilität reicht aber noch nicht, da die Konstruktion in der vertikalen Richtung – also von der Wand Richtung Vorderseite – beweglich ist. Mit einem kleinen Winkel wird die Bodenplatte mit der Wand verschraubt. Das hält.

Bodenplatte mit Wand verschraubt

Nun zur Tür. Um mich nicht mit Topfbohrungen und der Anschaffung guter, und damit kostspieliger, Forstnerbohrer rumärgern zu müssen, soll es eine innenliegende Tür werden, die mit zwei 90° Feder-Aufschraubscharnieren befestigt wird. Dazu gibt es, bspw. bei Hettich, eine Montageanleitung, die vom ungeübten Holzwurm aber erst einmal verstanden werden will. Und dann basiert diese auf der (Standard?)Dicke von 19mm Möbelbrettern, so daß hier auch noch auf 16 mm umgedacht werden muß.

Vor Befestigung der Tür schien es sinnvoll, zunächst das Zylinderschloß zu montieren. Dazu Abstände vermessen, dann ein Loch mit passendem Durchmesser bohren und das Schloss durchstecken und mit einigen Abstandsscheiben an der Tür festschrauben. Im Bild ist die fertig montierte Tür mit Aufschraubscharnieren und Schloss zu sehen.

Schloss eingebaut und Tür angeschraubt

Auf zum nächsten, lustigen Teil. Das Schloss hat einen Bolzen, der durch Drehen des Schlüssels ein- und ausgefahren wird. Der ausgefahrene Bolzen benötigt im rechten Seitenteil eine
Vertiefung, in die er einfahren kann, da kommt der Bolzen rein damit die Tür auch tatsächlich verschlossen ist. Ich bohre mehrere kleine Löcher neben- und untereinander in das Seitenteil, um eine Nut zu erzeugen. Dann wird mit dem Cutter Messer grobschlächtig nachgearbeitet bis ein entkernter kleiner Lego-Baustein (ein “Zweier”) in die Vertiefung passt. Theoretisch hätte es auch beim Bolzen-direkt-in-Spanplatte bleiben können; die Spanplatte schien einen ausreichenden Halt zu gewährleisten. Aber bei dem Schränkchen wurde schon genug gestümpert, dann soll der Bolzen wenigstens ein stabiles Gegenstück erhalten! Nachdem der Lego-Baustein mit Heißkleber (könnte auch Holzleim gewesen sein) in der Vertiefung fixiert wurde, korrigiere ich farbliche Aberrationen zwischen Schrank, Kleber und Lego-Baustein mit einem Emaille-Reparaturstift. Hauptsache weiß. Und ja, schön ist anders.

Tada! Der Schrank mit geschlossener Tür. Etwaige Kommentare zu Spaltmaßen & Co. bitte direkt nach /dev/null.

geschlossener Schrank mit Schlüssel

Jetzt wird die ganze Haustechnik verstaut: WLAN Router, Ethernet Switch, TimeCapsule, DECT Basisstation, Kabelmodem und – nicht sichtbar – die Basisstation des Little Printers (leider End-of-Life), USB Festplatte und zwei Mehrfachsteckdosen nebst fünf Netzteilen. FTW!

Schrank wird wg. Überfüllung geschlossen

Der Schrank wird wegen Überfüllung geschlossen und ich zitiere Schiller: Von der Stirne heiss, rinnen muß der Schweiß, soll das Werk den Meister loben, doch der Segen kommt von oben. Der Schrank ist fertig. ipse fecit.

Aber so endet die Geschichte nicht.

Nach einigen Verkabelungsoptimierungen fällt mir auf, dass die Gerätschaften im Schrank eines ganz besonders gut können: Strom in Wärme umwandeln. Im Schrank wird es so warm, dass ich mir über Energy Harvesting Gedanken mache. Da habe ich jetzt einen tollen Schrank, aber was, wenn die Elektronik wegen Überhitzung frühzeitig den Geist aufgibt? Kreisch! Ein Kühlsystem muß her. Wasserkühlung nein. Thermoelektrische Kühlung nein. Also Luftkühlung. Neuer Payload: [a] Ein leiser Lüfter, [b] ein Temperaturschalter und [c] eine Lüfterabdeckung.

noiseblocker[a] Beim Luftquirl fällt meine Wahl auf den 120x120mm PC-Lüfter Noiseblocker BlackSilent XL2 Rev3 (Link zu Google Shopping). Der soll 80.000 Stunden halten, lässt sich auf leise 1500 Umdrehungen/Minute runterregeln und benötigt nur eine geringe Startspannung von sechs Volt.

Temperaturschalter[b] Der Temperatur-Schalter kommt via eBay innerhalb einiger Wochen direkt aus China. Die Funktionsweise ist simpel: Ein Temperaturfühler misst die Umgebungstemperatur und schaltet bei Über-/Unterschreiten einer zuvor definierten Schwelltemperatur ein Relais ein oder aus. Der Preis ist mit unter vier Euro unschlagbar. Aber es gibt auch eine Downside: Die Anleitung ist, sagen wir mal, ein wenig kryptisch. Hier ist sie, alles klar?!
temp1

lautsprechergitter[c] Die gängigen PC-Lüfter-Abdeckungen sagen mir nicht zu, also schaue ich mal bei Conrad vorbei. Und siehe da! Im Lautsprecherbereich gibt’s genau das Richtige, und zwar ein recht ansehnliches 105 mm Lautsprecher Schutzgitter. Weiß wäre mir lieber gewesen, aber die Auswahl an weißen Schutzgittern ist überschaubar. Quasi null. Vielleicht sprühe ich das Teil später noch weiß an, aber jetzt geht es erst einmal an den Einbau der Komponenten Ahh und Beh sowie Zeh.

Die mühselig angeschraubte Tür wieder abzumontieren, um dann vernünftig ein Loch für den Lüfter auszusägen, kommt nicht in Frage. Und wo wir gerade beim Thema sind: Ich habe gar keine Stichsäge! Mit dem Fuchsschwanz oder der Zugsäge werde ich hier auch nicht weiterkommen. Aber ich habe einen Dremel Micro 8050 mit allerhand Trennscheiben – das könnte doch klappen, wenn ich statt eines Kreises eine Oktagonform aus der Tür rausfräse. Ich klebe den mit Elektronik gefüllten Innenraum mit Frischhaltefolie ab, um ein Säge-Spän-O-Geddon zu vermeiden und lege los. Allerdings ist nach wenigen Sekunden klar, dass ich mit den mitgelieferten Trennscheiben nicht einmal eine Seite des Oktagons in die 16 mm dicke Tür gefräst bekommen werde. Shoot! Der Payload steigt weiter, denn ich benötige offensichtlich eine Holztrennscheibe. Da gibt es ein passendes Modell Dremel Holztrennscheibe SC544 von Dremel mit Karbid-Beschichtung, Modell SC544, ist aber HÖLLE teuer! Geizhals, idealo, günstiger, dann! yeehaa!, für einen akzeptablen Preis bei eBay gefunden. Die Trennscheibe kommt an und ich fräse los. Mein Gott, macht das Handwerken mit vernünftigem Werkzeug SPAß! Geht durch, wie durch Butter. Zumindest die ersten 8-10 mm. Dann wird’s aber doch schwierig, weil der Fräswinkel schräg und damit natürlich nicht optimal ist. Ist quasi unmöglich mit zunehmend spitzer werdendem Winkel komplett durch die 16 mm durchzukommen. Zumal der Dremel Micro zwar ordentlich Gas gibt, aber mangels Drehmoment bei höherem Druck in die Knie geht, um dann letztendlich immer wieder steckenzubleiben. Soviel zu “vernünftigem Werkzeug”. Eine gute Trennscheibe macht aus einem Micro eben keinen Trennjäger. Ok, again what learned. Ich murkse mich von beiden Seiten der Tür in Richtung eines Oktagon-Ausschnitts, was einiges an Geduld erfordert, am Ende aber zum Erfolg führt.

IMG_3689_b IMG_3690 IMG_3687

Kanten, Grate und allem, was den Oktagon-Ausschnitt noch hässlicher macht, als es auf den kleinen Bildern zu erahnen ist, rücke ich mit dem Cutter Messer zuleibe. Glücklicherweise wird von den Schnittkanten später (von vorne) nichts zu sehen sein. Der Lüfter wird eingeschraubt, der Temperaturschalter eingeklebt. Anfangs noch mit doppelseitig klebenden PowerStripe-Nachbauten von Aldi (wie im folgenden Bild zu sehen), später dann professionell mit einem dicken Kleks Heißkleber.

Lüfter und Temperaturschalter eingebaut

Die Verkabelung des Lüfters mit dem Temperaturschalter sieht wilder aus, als sie ist. Das folgende Schaltbild zeigt, wie die Komponenten miteinander verbunden werden müssen. Der Temperaturschalter ist so konfiguriert, dass er bei 30° Grad Celsius das Relais durchschaltet und damit den Lüfter in Betrieb setzt. Bei Erreichen von 28° Grad wird der Lüfter wieder ausgeschaltet.

drawit-diagram-1

Vorne wird noch das Lautsprecher Schutzgitter aufgeschraubt und das Schränkchen ist fertig.

Schutzgitter aufgeschraubt

Ahh, doch noch nicht ganz. Nach einigen Tagen Betrieb zeigt sich, dass der “Silent”-Lüfter nicht Silent genug zu Werke geht. Als hoffentlich finaler Schritt muß jetzt noch die Drehzahl runtergeregelt werden. Jetzt darf ich mein Grundlagenwissen der Physik aus der Klamottenkiste holen, um den benötigten Widerstandsbereich eines Potentiometers und dessen nötige Verlustleistung zu berechnen. Ich wackel zum Conrad, um nach sehr, sehr, sehr vielen Jahren mal wieder an der berühmten Bauteiletheke zu stehen. Das Glück ist mir hold, denn ich erwische einen sehr freundlichen Berater, der mich auf den rechten Widerstandspfad führt und mir anschaulich erklärt, dass ein Poti mit 1 Watt Verlustleistung eine kostspielige Angelegenheit werden würde. Stattdessen lautet seine Empfehlung, einige 1 Watt 10 Ohm-Widerstände zu nehmen und diese so lange in Reihe zu schalten, bis die gewünschte Lüfterdrehzahl erreicht ist. Ein axellenter Tip und das Ergebnis der Lüsterklemmenreihenschaltung ist im linken Bild gefolgt vom Schaltplan zu sehen.

Reihenschaltung mit Lüsterklemmen drawit-diagram

Ich habe fertig.

Lego Todesstern Aufbau 5

Möter – halb Mensch, halb Löter und der Lego Todesstern

Am Anfang war ... ja, das Wort. Geschenkt. Aber hier stand am Anfang der Maker-Aktivitäten eine zeitintensive Bastelei nach Anleitung: Der Lego Todesstern.

Die Worte mir fehlten und sprachlos ich war: Den Lego Todesstern sie mir schenkten! Die Macht von Castle Grayskull Star Wars, immer noch stark sie ist. Und jeder Einzelne der auf 50 Tüten verteilten 3803 Steine – eine Freude er war.

Projektsteckbrief “Todesstern”
Zeitaufwandca. 25-30 h
MaterialLego Todesstern
SkillsFeinmotorik, Klötze stecken
WerkzeugAugen, Hände

Der Todesstern ist in einer imposanten Big-Badda-Boom-Kartonkiste verpackt. Neben einer großen Menge an Tüten mit den 3803 Lego-Steinen befindet sich auch ein DIN A3 (sic!) Aufbauhandbuch in der Packung. Die Bebilderung ist vorbildlich, wenngleich an manchen Stellen genaues Hinschauen zu empfehlen ist, um die not(false) Steine an die ~1==-2 Stellen zu setzen.

Mit den Lego-Männchen ging es los. Luke Skywalker, R2D2, Darth Vader, Prinzessin Lea, der Imperator etc. pp. – all die guten alten Freunde sind vertreten. Die erste, frühe Erkenntnis: Man verbringt mehr Zeit mit dem Suchen von (Klein-)Teilen, als mit dem eigentlichen Aufbau.

Lego Todesstern Aufbau 1
The beginning

Der Aufbau erfolgt natürlich von unten nach oben. Die Grundplatte steht, die erste Ebene ist noch im Rohbau.

Lego Todesstern Aufbau 2
Erste Ebene im Rohbau

Erste Ebene abgeschlossen, zweite Ebene im Aufbau. Die Schrottpresse vorne links im Bild ist schon gut zu erkennen.

Lego Todesstern Aufbau 3
Zweite Ebene mit Schrottpresse

Laserkanone ist auf der zweiten Ebene montiert. Dritte Ebene im Aufbau.

Lego Todesstern Aufbau 4
Eine stattliche Laserkanone

Und nach einer ganzen Menge Baustunden ist das Werk vollbracht. Der Todesstern ist fertig. Und er sieht gut aus!

Lego Todesstern Aufbau 5
Vollbracht!

An dieser Stelle noch einmal mein herzlicher Dank allen Schenkenden! Joy and happiness! 🙂 Kommen wir noch zu der Frage, was der Lego Todesstern mit Mötern und Makern zu tun hat? Nichts! Denn das buchstabentreue Zusammenstecken von Lego-Steinchen nach einer bebilderten Anleitung … hat nur bedingt etwas mit DIY und selber bauen zu tun.

Dennoch markiert der Todesstern irgendwie mein Entrée in die glückliche Gemeinschaft Blei- und Flußmitteldämpfe schnüffelnder Löter, Bauer und Programmierer. Auch wenn beim ersten richtigen Make-Projekt gar nicht gelötet wurde: Da ging es um den Bau eines Unterschranks, der die Hauselektronik als da wären Router, Kabelmodem, DECT Basisstation & Co. aus dem sichtbaren Bereich verbannen sollte.

Zugriff auf Photo Stream Bilder auf dem Mac ohne Photos App

Man kann auf dem Mac auf die Bilder des Photo Streams auch OHNE Photos App zugreifen. Hier wird der zugehörige Lösungsweg beschrieben.

Der Use Case: Mit dem iPhone, iPad oder iPod geknipste Bilder können über die sog. “My Photo Stream”-Funktionalität automatisch auf die jeweils anderen, verbundenen Geräte übertragen werden. Das ist praktisch. Es wäre aber noch praktischer, wenn diese Bilder ebenso automatisch auf den Mac synchronisiert würden. Das ist möglich, erfordert aber ein paar Handgriffe. Insbesondere, wenn man eine Lösung sucht, bei der man nicht die Photos App verwenden möchte und die Bilder in einem beliebigen Zielordner landen sollen. Hier das Vorgehen, inspiriert durch einen Artikel auf bockenhauer.com, den es dort allerdings nicht mehr gibt.

Wie funktioniert’s?

Wir schalten sowohl auf dem gewünschten mobilen Gerät, also iPhone, iPad oder iPod, als auch auf dem Mac die “My Photo Stream”-Funktion ein. Danach landen alle mit dem mobilen Gerät aufgenommenen Bilder sowohl (und wie bisher) im “Camera Roll”-Ordner und (neu) zusätzlich in einem Ordner mit dem Namen “My Photo Stream”. Zeitgleich werden die Bilder auf alle verbundenen Geräte in deren “My Photo Stream” Ordner gespiegelt. Beim Mac gibt es aber einen solchen Ordner nicht. Stattdessen werden die Photo Stream Bilder in einen Unterordner des Photos App Packages gelegt. Die hier beschriebene Lösung greift auf diesen Ordner zu und verschiebt die Bilder in einen Wunsch-Zielordner.

My Photo Stream auf dem Mac

Eine kurze Schritt-für-Schritt-Anleitung, um einen “My Photo Stream”-Ordner auf dem Mac zu emulieren.

  1. Photo Stream einschalten. Das ist an vielen anderen Stellen im Netz schon detailliert beschrieben, bspw. hier. Die Kurzversion für’s iPhone: Settings → iCloud → Photos → “My Photo Stream” einschalten. Und für den Mac: System Preferences → iCloud → dort rechts bei Photos den Options-Button klick → “My Photo Stream” einschalten. Kann man alternativ auch über die Settings der Photos App einschalten, aber viele Weg, Rom, etc. pp. NB: Weder “iCloud Photo Library” noch “iCloud Photo Sharing” müssen eingeschaltet sein, damitdie hier beschriebene Lösung funktioniert.
  2. exiv2 installieren, falls noch nicht vorhanden. Die Lösung setzt zum Umbenennen der jpeg-Dateien auf Basis der im jpeg-Header (hoffentlich) vorhandenen EXIF-Informationen auf exiv2. Das Tool lässt sich einfach via (home)homebrew installieren, und zwar so:
    $ brew install exiv2
    Wenn der Packet-Manager brew noch nicht vorhanden ist, dann natürlich erst einmal homebrew installieren…
  3. Shell Datei anlegen. Das folgende Shell-Skript den eigenen Bedürfnissen anpassen und dann in einem Verzeichnis bspw. als photostream.sh speichern.
  4. photostream.sh Rechte setzen. Mit
    $ chmod 700 photostream.sh
    die Rechte der Shell-Datei auf “ausführbar” setzen.
  5. Automatisieren. Wir richten einen Daemon ein, der einmal pro Minute unser photostream.sh Skript aufruft. Auf diese Weise werden Bilder-Neuankömmlinge aus dem Photo Stream regelmässig und zeitnah aus dem Photos App Unterordner in unseren Zielordner überführt. Dazu wird eine Datei mit folgendem Inhalt an einem beliebigen Ort mit dem Namen com.NAME.photostream.plist angelegt. NAME kann frei gewählt werden.

    In der Datei ist NAME in <string>com.NAME.photostream</string> entsprechend des beim Anlegen der Datei gewählten Dateinamens zu ändern. Auch der Pfad /Volumes/Macintosh HD/Users/USER/photostream.sh muß so angepasst werden, dass er korrekt auf die photostream.sh Shell-Datei zeigt. Das StartInterval von 60 entspricht 60 Sekunden, d.h. das Skript wird einmal pro Minute aufgerufen. Wer weniger häufig nach neuen Bildern im Photo Stream nachschauen möchte, kann den Wert einfach nach oben setzen.
  6. Daemon aktivieren. Wir müssen dem Daemon/Agent manager launchd noch mitteilen, dass es einen neuen Daemon gibt, um den er sich kümmern soll. Das geschieht auf der Kommandozeile mit dem folgenden Befehl:
    $ launchctl load com.NAME.photostream.plist
    Auch hier ist NAME entsprechend zu ersetzen.

Fertig! Wenn’s erstmal läuft, läuft’s wie geschnitten Brot. Auch mit El Capitan und ohne AirDrop. 😉

Chrome Shortcut oder Tastenkombination um aktuelles Tab zu duplizieren

Zwei Lösungen, um ein Chrome-Tab per Tastenkombination zu Duplizieren. Schnell, sauber, effizient und ein Video gibt's auch noch.

Der übliche Weg, um ein Tab in Chrome zu duplizieren führt über einen Rechts-Klick auf das Tab und Auswahl des Popup-Menüpunktes “Duplicate”.

Wer als Tastatur-Universalhackspecht seine Finger aber lieber auf dem Keyboard belassen möchte, findet jeden Griff zur Maus nervig. Leider gibt es in Chrome keine eingebaute Tastenkombination, um das aktuelle Tab zu duplizieren.

Eine schnelle Variante, die allerdings kein 100%iges Duplikat erzeugt: CMD+L (aktiviert die URL-Zeile), dann CMD+Return. Zack! Schon wird das Tab geklont. Aber nur geklont, nicht echt dupliziert. Die Seite wird neu geladen, was beim Duplizieren nicht der Fall sein sollte. Weder die Position im Dokument noch die History (Back-Button) wird übertragen. Wer damit leben kann, ist mit dieser Lösung axellent bedient. Weitere Lösungsvorschläge im Geek TV Style liefert dieser Stackoverflow-Post.

Zweite Variante, ohne Hacken: Die Chrome Extension Duplicate Tab Shortcut Key installieren. So muß ‘ne Extension aussehen, dann klappt’s auch mit dem Nachbarn Duplizieren.

PHP: Mit Google Spreadsheet verbinden und Daten lesen oder schreiben

Eine Schritt für Schritt Anleitung, um mit PHP via OAuth2 auf Daten von Google Spreadsheets oder anderen Google Diensten zuzugreifen.

Man kann den Suchmaschinenmarktführer mögen oder auch nicht. Aber die Google Docs bieten etwas, das mit Excel, Word & Co. Stand heute nicht realisierbar ist: Mehrere Personen arbeiten gemeinsam an einem Dokument. In Echtzeit. Zu den gemeinsam verwaltbaren Dokumenten gehören aktuell:

  • Docs (Textdokumente)
  • Slides (Präsentationen)
  • Sheets (Tabellenkalkulationen)
  • Forms (Web-Formulare, bspw. für Befragungen)
  • Drawings (Konkurrenz für Microsofts Bitmap Programm, muahaha)
  • My Maps (Karten)

Natürlich ist der Funktionsumfang der einzelnen Tools nicht mit anderen Tools wie aus den Suiten von Open Office oder MS Office vergleichbar. Aber die echt kollaborative Zusammenarbeit ist ein Killer Feature und eröffnet interessante Use Cases.

Google Docs Daten automatisiert verarbeiten

Docs, Slides & Co. werden in der Regel im Browser bearbeitet. Das wird für viele Anwendungsfälle genügen. Was aber, wenn Daten sowohl im Browser gepflegt als aber auch durch Software automatisiert verarbeitet werden sollen?

Google stellt umfangreiche Schnittstellen-Dokumentationen für verschiedene APIs zur Verfügung, die den Zugriff per .net, Java oder PHP beschreiben. Durch eine unlängst erfolgte Umstellung auf oAuth2 ist jedoch die Authentisierung für den softwaregesteuerten Zugriff komplexer geworden. Deutlich komplexer.

Wie geht dem?

Die Umstellung auf oAuth2 hat es in sich, denn viele selbstgeschriebene Skripte laufen seitdem nicht mehr. Während die alte Authentisierung mit Username-/Password-Kombination vergleichsweise simpel war, erfordert der Zugriff via oAuth2 mehr Aufwand.

Viele Nutzer im Netz suchen nach entsprechenden Lösungen, wobei konkrete Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die 100%ig erfolgreich sind, fehlen. Zusätzlich scheint es nur im englischsprachigen Raum überhaupt Hilfe zu geben. Wenn man aber erst einmal genug Quellen in einen Topf geworfen hat, kommt am Ende sogar eine Suppe Lösung raus. Hier Schritt für Schritt, wie es funktionieren kann. (Viele Wege, Rom, blabla)

So geht dem!

Wir legen zu Testzwecken ein Google (Spread)Sheet an.
Test Google Spreadsheet Reiter

Das Spreadsheet heißt “Test-O-Mat” und besteht aus den zwei Worksheets “Argl” und “Wargl”.

Der Weg zu den Daten mit PHP: Schritt für Schritt

  1. Verzeichnis anlegen. Wir legen irgendwo ein passendes Verzeichnis für unser Testprojekt an, bspw. im Home-Verzeichnis des eingeloggten Users und wechseln hinein.
    $ mkdir ~/oauth && cd ~/oauth
  2. Composer installieren. Wir brauchen den PHP Dependency Manager “Composer”. Dieser lässt sich am einfachsten mit dem folgenden Befehl auf der Kommandozeile installieren. Das setzt natürlich eine funktionsfähige lokale PHP-Installation voraus.
    $ curl -sS https://getcomposer.org/installer | php

    Wenn die Installation erfolgreich verläuft, sieht das in etwa so aus:

    #!/usr/bin/env php
    All settings correct for using Composer
    Downloading...
    
    Composer successfully installed to: <Pfad>/oauth/composer.phar
    Use it: php composer.phar
    $
    

    Es wurde eine composer.phar Datei erstellt – ein PHp ARchive, das nach dem nächsten Schritt zum Einsatz kommt.

  3. composer.json erstellen. Für die Arbeit mit den Google APIs werden bestimmte PHP-Libraries benötigt. Der im vorherigen Schritt installierte Dependency Manager entledigt uns der Bürde, diese Libraries manuell zu verwalten. Aber er muss wissen, welche Libraries wir genau benötigen. Das bekommt er über eine projektbezogene composer.json Datei mitgeteilt. Dafür im aktuellen Verzeichnis eine composer.json Datei mit folgendem Inhalt anlegen.
    {
      "require": {
        "asimlqt/php-google-spreadsheet-client": "2.2.*",
        "google/apiclient": "1.0.*@beta"
      }
    }
    
  4. Libraries installieren. Mit dem folgenden Befehl wird der Composer gestartet. Er lädt alle benötigten Libraries von den zugehörigen Servern und installiert die Library-Dateien im aktuellen Verzeichnis.
    $ php composer.phar install

    Wenn’s gut läuft, sieht das wie folgt aus.

    Loading composer repositories with package information
    Installing dependencies (including require-dev)
      - Installing asimlqt/php-google-spreadsheet-client (2.2.4)
        Downloading: 100%
    
      - Installing google/apiclient (1.0.6-beta)
        Downloading: 100%
    
    Writing lock file
    Generating autoload files
    $
    

    Verzeichnis und Dateien nach den ersten Schritten Nach der erfolgreichen Ausführung des Composers sollte sich ein neues Unterverzeichnis “vendor” im aktuellen Verzeichnis befinden. Zusätzlich die Dateien composer.phar (Composer Dependency Manager), composer.lock (Finger weg!) und composer.json.

  5. Credentials für oAuth2 Authentisierung erstellen. Wir benötigen Authentisierungs-Credentials, die mit der Google Developers Console generiert werden. Dies erfordert, wie alles bei Google, einen Google Account. Falls noch nicht vorhanden, Google Account anlegen und dann bei der Google Developers Console registrieren. Nach dem Login empfängt uns eine karge Benutzeroberfläche.
    Google Developers Console
    Zur Erstellung der Credentials für unser PHP-Skript wie folgt vorgehen.

    1. Im Hauptmenü “APIs & auth” wählen. Dort “Credentials”.
    2. Der Datenbereich zeigt ein Drop-Down-Menü. Dort “Service account” wählen.
      Credentials Service Account
    3. Es folgt eine Auswahl zum gewünschten Keytype. “P12” anklicken und den Button “Create” drücken. Der Browser speichert daraufhin ein Key-Datei “API Project-xxxxxxxxxx.p12”. Diese in’s Projektverzeichnis kopieren. Gleichzeitig wird ein Passwort im Browser angezeigt. Dieses notieren, wir brauchen es später noch.
    4. Im Datenbereich wird daraufhin eine Übersicht aller Credentials angezeigt. Gibt es mehrere Service Account Credentials, so steht unser neu angelegter ganz unten in der Liste. Die zugehörige E-Mail-Adresse anklicken und die auf dem folgenden Screen angezeigte lange, kryptische Client ID sowie die ebenso lange und ebenso kryptische E-Mail-Adresse notieren. Brauchen wir später noch.
      Credentials Service Account

    Mehr gibt es in der Developers Console nicht zu tun.

  6. Spreadsheet freigeben. Das Google Spreadsheet “Test-O-Mat” muss für den soeben angelegten Service Account freigegeben werden, damit über diesen auf das Spreadsheet zugegriffen werden kann. Dazu verwenden wir die zuvor notierte E-Mail-Adresse aus der Google Developers Console: Im Google Spreadsheet oben rechts auf den Share/Teilen Button klicken. Daraufhin öffnet sich ein Popup-Fenster mit Eingabefeld. Dort die E-Mail-Adresse hineinkopieren, die Option “Notify people via E-Mail” abwählen und “Send” drücken.
  7. PHP Code für den Spreadsheet Zugriff erstellen. Now for the fun part, falls das noch nicht genug Spaß war. Eine frische index.php im Projektverzeichnis anlegen und im Editor öffnen. Dort den folgenden Kode einfügen und G_CLIENT_ID, G_CLIENT_EMAIL sowie G_CLIENT_KEY_PATH durch die eigenen Credentials ersetzen. Ggfs. ist auch das Passwort durch das eigene zu ersetzen, aber ich glaube, dass beim P12-Keyfile stets “notasecret” gewählt wird.

    Das Skript authentisiert sich via OAuth2, startet dann einen Service Request ggü. Google Spreadsheets, holt sich eine Liste aller(!) Spreadsheets, die mit der (kryptischen) E-Mail-Adresse geteilt wurden, iteriert über diese Liste und gibt für jedes Spreadsheet die Namen aller enthaltenen Worksheets aus.

    Wir haben nur das Spreadsheet “Test-O-Mat” für die E-Mail-Adresse freigegeben. Daher sollte der Browser eine Ausgabe wie die Folgende produzieren.

    Test-O-Mat
      |
      +-Argl
      |
      +-Wargl
    

Fazit

Wenn die Ausgabe wie zuletzt gezeigt war, dann ist es Zeit für einen Glückwunsch-Schokohasen. Die Authentisierung läuft, der Zugriff auf beliebige Spreadsheets ist möglich. Lesen und Schreiben von Daten is left as an excercise to the reader.

Space Wallet – geniale Alternative zum herkömmlichen Portemonnaie

Der Space Wallet macht Schluß: Und zwar mit dicken Portemonnaies, losen Karten, flatternden Geldscheinen und kullernden Geldstücken.

Das ich das noch erleben darf! Endlich hat sich ein Tüftler-Team einer der größten Herausforderungen angenommen, denen sich vornehmlich Männer gegenübersehen, die anti-metrosexuell weder Man-Bag noch Handtasche schleppen möchten.

Das Portemonnaie

dickes Portemonnaie
Die Wuchtbrumme

Die Rede ist vom Portemonnaie, oder nach neuer Rechtschreibung, Portmonee. So Geldbörsen sehen im Laden immer ganz ordentlich aus, wenn sie dort inhaltslos und flach in den Regalen liegen. Aber wehe, man sortiert in die vorhandenen Fächer für Karten, Geld und anderes seine Habseligkeiten ein. Dann wächst so ein flaches Geldtascherl schnell zu einer dicken, unansehnlichen Wuchtbrumme heran.

Es stellt sich also unmittelbar – und immer wieder – die Frage, wie so eine Geldbörse im handlichen Backsteinformat transportiert werden soll.

Aufbewahrungsorte für Männer-Portmonees

Gängige Aufbewahrungsorte sind die Arbeits-, Jacken- oder Gesässtasche. Letztere wölbt sich gleich eines Hosengeschwürs recht unansehnlich in den dreidimensionalen Raum und macht das Sitzen zum Prinz-auf-der-Erbse-Balanceakt. Bleibt die Jacke, die aber ebenfalls keine optimale Lösung darstellt: Zum einen soll es auch ab und zu in Deutschland so warm sein, dass man gar keine Jacke braucht. Zum anderen schaffen es die Jackenhersteller immer wieder Modelle gleich ganz ohne Innentasche zu produzieren. Oder die Börse kommt in die Arbeitstasche; aber was ist an den Tagen, an denen nicht gearbeitet wird?

Mein Use-Case

So sah das bisher vor der Space Wallet-Ära bei mir aus: Während der Arbeitswoche verschwindet das hängebauchschweinförmige Etwas in einer Arbeitstasche. Und am Wochenende werden Personalausweis, Fahrzeugschein und die zwei, drei benötigten Karten lose in der Hosen- oder Jackentasche transportiert. Und damit immer Gefahr laufend, das mal etwas herausrutscht oder bei der Entnahme des Handys unbemerkt aus der Tasche und in den Abgrund gerissen wird. Ein suboptimaler Use-Case.

Der Space Wallet. Die Rettung!

Space Wallet Business Black
Space Wallet Business Black

Und hier ist die Lösung nach dem KISS-Prinzip (keep it simple and stupid): Man nehme ein großes, flaches Struktur-Gummiband und nähe es mit einer Auftasche für Scheine und Kleingeld zusammen. Fertig ist der Space Wallet! Eine so einfache wie geniale Lösung von René Seppeur und Matthias Groo, die die Alternative zur herkömmlichen Börse seit Dezember 2013 über einen eigenen Web-Shop spacewallet.de vertreiben.

Mittlerweile ist der gerade mal neun Gramm leichte Space Wallet über weitere Vertriebskanäle bspw. Amazon und in verschiedenen Städten im Einzelhandel erhältlich. Das Portfolio wurde auf derzeit vier Varianten ‘Classic’, ‘Button’, ‘2.0 Push’ sowie ‘2.0 Pull’ erweitert, die es jeweils in unterschiedlichen Designs gibt und die allesamt mit einer optionalen Gravur versehen werden können. Produziert wird nicht etwa in China, sondern in Deutschland. Im eigenen Shop liegen die Preise für den Space Wallet zwischen 20 und 30 EUR (Gravur +10 EUR), versendet wird Versandkosten und es gibt ein 60(!)-tägiges Rückgaberecht.

I got you, babe!

Space Wallet Business Black ab in die Tasche
Space Wallet Business Black

Ich werde vom Rückgaberecht ganz sicher keinen Gebrauch machen. Gut, ich schwafel gerne und oft von den TCO, den Total Cost of Ownership. Und im Falle des Space Wallets haben sie mal wieder zugeschlagen, denn natürlich passt da kein “alter” Personalausweis rein, sondern nur der nPA – der neue Personalausweis im Scheckkartenformat. Wie praktisch, dass ich meinen alten Perso gerade verloren hatte, also auf zum Bürgeramt, Nummer ziehen, 28.80 EUR überreichen und ein paar Wochen warten. Aber dann passt alles, auch der Fahrzeugschein; muß man nur einmal knicken.

Mein Fazit: Absolute und bedingungslose Begeisterung! FTW!

MacOS: Neuen “Öffnen mit”-Service zum Dienste-Menü hinzufügen

Eine Datei oder einen Ordner per Rechtsklick im MacOS-Lieblingsprogramm öffnen? Das geht in wenigen Schritten mit dem Automator.

Der Rechtsklick auf eine Datei oder einen Ordner im Finder öffnet das Kontextmenü. Dortens, ganz unten, befindet sich das Dienste-Untermenü, in dem Applikationen zusätzliche Funktionalitäten unterbringen können. Der Viren-Scanner ClamXav, jahrelang kostenlos und nun leider kostenpflichtig, nistet sich bspw. dort ein und ermöglicht auf diese Weise das Scannen einzelner Dateien.

das Rechtsklick-Dienste-Menü

Dienst-Menü erweiterbar

Dieses Service-Menü kann mit eigenen Diensten erweitert werden. Hier ein Beispiel für die Erstellung eines Dienste, der das Öffnen von Dateien oder Ordnern in Sublime Text ermöglicht. Dazu verwenden wir den Automator, eine Applikation, die jeder MacOS-Installation von Haus aus beiliegt.

Schritt-für-Schritt zum neuen Dienst

  1. Automator starten. Entweder Finder öffnen, dann CMD+Shift+A und in der Dateiliste die Automator.app Doppelklicken. Oder Spotlight mit CMD+Space aufrufen, “auto” tippen und Return. (Unterstellt, dass Spotlight den automator vorschlägt.)
  2. Automator-Typ wählen. Im Popdown-Fenster “Service” auswählen, dann mit dem Choose-Button bestätigen.
    Service im Automator wählen
  3. Service receives und Action wählen. Im “Service receives selected”-Drop-Down “files or folders” wählen.
    Im Suchfeld oben links “run shell” eingeben. In der darunterliegenden Liste an Aktionen sollte nur noch “Run Shell Script” erscheinen. Diese Aktion per Drag’n’Drop in das Workflow-Feld rechts ziehen.
    Services receives und Run Shell Skript Aktion
  4. Pass input und Shell Skript. Die Datei- und Ordner-Namen sollen als Kommandozeilenargumente an das Shell Skript übergeben werden. Dafür im “Pass input”-Drop-Down den Wert “as arguments” wählen.
    Anschliessend noch in das Eingabefenster der “Run Shell Skript”-Aktion den Pfad zum Sublime Text-Executable gefolgt von -n "$@" eintragen.
    Argumente und auszuführende Datei
  5. Den neuen Service mit CMD+S unter einem beliebigen Namen speichern, z.B. “Open in Sublime3”.

Fertig! Wer alles richtig gemacht hat, sieht im Finder nach Rechtsklick auf eine Datei oder einen Ordner “Open in Sublime3” als neuen Eintrag im Services-Untermenü, like diz:

fertiger Dienst im Finder

PS für Neunmalkluge

Ich höre sie schon rufen: “Was soll das denn mit der ‘Run Shell Script’-Aktion? Das geht doch alles viel einfacher mit ‘Open Finder Items’!” Stimmt. Und stimmt nicht. Der Ansatz mit “Open Finder Items” ist in diesem Artikel beschrieben, allerdings werden die Dateien/der Ordner damit in den Projektbaum des aktuell geöffneten Projektes eingefügt. Die hier beschriebene Verwendung von “Run Shell Script” verhindert dies und öffnet Dateien und Ordner in einem neuen Workspace in Sublime. Besser ist das.

Alles nur aus Liebe

Kann die Liebe Sinn machen, wenn schon die Phrase "Sinn machen" Unsinn ist? Ein Artikel, der dieser Frage nicht nachgeht.

Startseite der Liebessinn auf Smartphone Kann die Liebe Sinn machen, wenn schon die Phrase “Sinn machen” Unsinn ist? Da es ein schwerer Bruch im Konzept dieses Blogs wäre, den roten Faden leicht konsumierbarer Artikel mit einem müden Versuch tiefschürfender philosophischer Betrachtungen zum Sinn der Liebe zu durchtrennen, lasse ich das. Oder besser noch: Ich überlasse das denen, die sowas können. Den Philosophen. Das sind die aus den gelben Reclam-Heftchen mit komplexen Gedankengängen und endlos verschachtelten Bandwurmsätzen.

Man kann sich dem Sinn der Liebe auch anders nähern. Beispielsweise mit Dichtern, Poeten und Lyrikern. Und dann kann man das alles auch noch schön ordentlich strukturieren, und kategorisieren, und hübsch gewanden, einen schönen Namen aussuchen und dann das Ganze in’s Internet stellen. Schon ist eine Website zum “Sinn der Liebe” fertig. Ach, was heißt Website? Ein Portal!

Und seht es ward gut, das Portal, und es hieß Liebessinn, und es erfüllte die Besucher mit Freude. Joy and happiness!

Über die Liebessinn hatte ich schon einmal im Artikel zu Sprüche, Verse und Gedichte für jeden Anlass berichtet. Seinerzeit war das Portal stark auf Liebessprüche, Liebesgedichte, SMS Sprüche & Co fokussiert. Aber seitdem ist es gewachsen und gediehen. Vielleicht noch nicht erwachsen, aber schon gut gereift; und nicht erwachsen zu sein, heißt ja nicht, dass es es keine Inhalte für Erwachsene gibt. Mittlerweile ist also für jeden etwas dabei.

Was hat sich im Detail getan?

  • Sprüche. Zu den eingangs erwähnten Liebessprüchen (dt. und eng.), Liebesgedichten und Liebes SMS (aka SMS Sprüche) sind zusätzlich Ich liebe dich-, Liebeskummer-, Valentinstag- und Flirt-Sprüche hinzugekommen.
  • Ratgeber. Wer liebt, oder nicht mehr liebt, der braucht auch mal Rat. Beispielsweise bei Liebeskummer. Oder wie man kreative Liebesbotschaften erstellt. Oder welcher Online Blumenversand brauchbar ist.

Damit kommt das Liebessinn-Portal seinem Ziel, eine umfassende Anlaufstelle für alle Themen rund um die Liebe zu sein, ein gutes Stück näher.

Sprüche und Wünsche für alle Lebenslagen

Ein Portal mit Sprüchen für den gesamten Lebenszyklus: Von Geburt über Geburtstag zu Freundschaft, Liebe, Hochzeit, guter Besserung und Kondolenz.

Mal in eigener Sache: Wir haben da ein Sprücheportal unter sprueche-wuensche.de im Angebot, von dem einfach noch nicht genug Menschen wissen. 🙂 Dort gibt es im besten KISS-Design (Keep it simple and stupid) eine handverlesene Auswahl an Sprüchen für alle Lebenslagen.

Screenshot sprueche-wuensche.de Kategorie Liebesgedichte

  • Geburtstagswünsche. Brauch eigentlich jeder, der schriftlich gratulieren möchte. Karte auf dem Tisch, Stift daneben, und schnell den Heine, Schiller oder Goethe zitiert. Die hatten nämlich alle schon mal was zum Thema Geburtstag zu sagen.
  • Geburtstagssprüche. Sowas sucht man dann eher für eine Geburtstagsrede, denn zum gratulieren.
  • Geburtagsgrüsse. Da gibt es Parallelen zu den Geburtstagswünschen. Aber hey! Ein bisschen Struktur muß schon sein, oder?
  • Freundschaftssprüche. Guten Freunden gibt man ein Küsschen. Oder zwei. Und wenn das gerade nicht geht, sollte immer Zeit sein, um mal ein schönes Freundschaftssprüchlein zu versenden.
  • Geburt. So eine Geburt ist ein tolles Ereignis; da will man auch mit dem passenden (tollen) Geburtsspruch aufwarten können. Eine feine Auswahl an Glückwünschen zur Geburt, die über “Ein Kind ist sichtbar gewordene Liebe” von Novalis hinausgehen.
  • Hochzeit. Noch so ein schönes Ereignis – die Hochzeit! Da kann man sich lange den Kopf nach einem individuellen Hochzeitswunsch zermartern. Oder in unserer Sprüchesammlung nachschauen, und sich inspirieren lassen.
  • Liebesgedichte. Wer es romantisch mag, greift zu einem Liebesgedicht. Das kann man selber schreiben, oder sich der Ergüsse poetisch begabter(er) Dichter und Denker bedienen.
  • Liebessprüche. Liebessprüche müssen nicht unromantisch sein, bringen die Botschaft aber in kürzerer Form auf den Bildschirm, als dies die – üblicherweise längeren – Liebesgedichte tun.
  • Gute Besserung. Wenn’s jemandem mal nicht so gut geht, können aufmunternde Sprüche bei der Rekovaleszenz helfen.
  • Nachdenkliches. Tiefsinnig und voller Bedeutung. Es gibt auch Sprüche, die sich mal intensiv, mal kritisch und mal leichtfüssig mit bestimmten Themen auseinandersetzen. Don’t be shy, give it a try!
  • Kondolenz. Ein Trauerfall ist niemals schön, daher kann man auch nur schwerlich von schönen Beileidsbekundungen sprechen. Aber auch in der Kategorie Trauersprüche gibt es Spreu und Weizen – vielleicht ist uns auch bei diesem Thema eine gute Auswahl gelungen.

Das Portal ist voll responsiv und lässt sich auf allen Bildschirmgrößen angenehm bedienen. Es mag aus Design-Sicht nicht “der letzte Schrei” sein, ist aber durch seinen radikalen ReDux-Ansatz (reduced to the max) turboschnell. Keine Animationen oder ressourcenfressende Parallax-Animationen, sehr sparsamer Grafikeinsatz, keine Plethora an Javascript-Libraries für nicht-UX-steigerndes Chichi und die Google Speed Insights attestieren 100/100/100. [Update 26.09.2017] Attestierten, nach einigen Überarbeitungen ist’s da wohl mit Triple-100 vorbei. Aber egal, denn die Seite ist immer noch rasend schnell.